12.07.2026 - 04:29 Uhr

Tour-Etappe wegen Hitzewelle verkürzt: Pogacar bedankt sich

40 Grad im Schatten: Wegen der Hitzewelle kürzen die Veranstalter die Strecke. Warum Pogacar erleichtert reagiert – und was Fans vor Ort jetzt beachten sollten.

Auch Tour-Star Tadej Pogacar leidet unter den extremen Temperaturen. (Archivbild) Bild: Anne-Christine Poujoulat/AFP via AP/dpa
Auch Tour-Star Tadej Pogacar leidet unter den extremen Temperaturen. (Archivbild)

Die Verkürzung der neunten Etappe der 113. Tour de France wegen massiver Hitze ist beim Gesamtführenden Tadej Pogacar laut Tour-Chef Christian Prudhomme auf Zustimmung gestoßen. „Als Thierry Gouvenou es Pogacar vorhin mitteilte, sagte dieser: "Danke"“, erzählte Prudhomme.

Zuvor hatten die Veranstalter nach Gesprächen mit den Behörden und den Teams entschieden, das heutige Teilstück von den ursprünglich geplanten 185,5 Kilometern durch das Zentralmassiv auf 154,6 Kilometer zu verkürzen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Rundfahrt wegen zu hoher Temperaturen. Für das Département Corrèze, durch das gefahren werden soll, war die Hitze-Alarmstufe Rot ausgerufen worden.

„Es ist eine harte Etappe. Seit zehn Tagen sind die Champions bei hohen, sehr heißen Temperaturen unterwegs. Und für das Departement gilt nun die Warnstufe Rot“, erklärte Prudhomme. „Das wird am sportlichen Aspekt nichts ändern, denn die Etappe ist wirklich bemerkenswert und anspruchsvoll.“ 

Die Veranstalter stellten den Teams jeden Tag 450 Kilo Eis zur Verfügung, dazu gebe es jetzt drei Kühlmotorräder, stellte der Tour-Chef heraus. Einem Wechsel zu früheren Startzeiten, die teils auch von Fahrern ins Spiel gebracht wurden, erteilte Prudhomme eine Absage. „Die Fahrer um 5:00 Uhr morgens zu wecken, scheint mir etwas kompliziert zu sein“, sagte er.

Bis zu 40 Grad am Startort

Mit Blick auf die Zuschauer appellierte der 65-Jährige erneut an den „gesunden Menschenverstand“. Diese sollten eine Kopfbedeckung tragen, Wasser dabeihaben und sich möglichst viel in den Schatten begeben.

Auf eine historische Zäsur in der langen Geschichte wollte sich Prudhomme noch nicht festlegen lassen. „Der Geschichte begegnet man manchmal – und man begegnet ihr nicht, wenn die Strecke der Tour de France 30 Kilometer kürzer ist. Andererseits gibt es natürlich die globale Erwärmung und den Klimawandel.“

Am Start in Malemort werden heute bis zu 40 Grad Celsius erwartet, im Ziel in Ussel 35 Grad. Schon in der zweiten Junihälfte war Frankreich von einer massiven Hitzewelle mit den höchsten landesweiten Temperaturen seit Start der Wetteraufzeichnungen 1947 getroffen worden. Mehrere Tausend Menschen kamen nach vorläufigen Berechnungen durch die hohen Temperaturen ums Leben.

© dpa-infocom, dpa:260712-930-371460/1

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