Siebenkämpferin Sophie Weißenberg konnte ihr Glück nach einer persönlichen Bestleistung über 100 Meter Hürden kaum fassen, die WM-Fünfte Sandrina Sprengel war nach einem verpatzten Auftakt bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham untröstlich. Bei den deutschen Mehrkämpferinnen flossen schon nach der ersten Disziplin im EM-Siebenkampf reichlich Tränen - sowohl der Freude als auch der Enttäuschung.
Weißenberg, die sich vor zwei Jahren bei Olympia in Paris über die Hürden schwer an der Achillessehne verletzte, steigerte ihre persönliche Bestzeit um mehr als zwei Zehntel auf 13,19 Sekunden. Nach 1,80 Meter im Hochsprung liegt sie mit 2.074 Punkten sogar auf Rang drei. In Führung ist Adrianna Sulek-Schubert aus Polen mit 2.135 Zählern.
Sprengel tritt in Hürde
Sprengel trat bei der ersten Disziplin in die zweite Hürde, verlor viel Zeit und konnte einen Sturz gerade noch vermeiden. Am Ende musste sie sich mit einer Zeit von 14,03 Sekunden zufriedengeben. Noch minutenlang nach dem Lauf kämpfte sie mit den Tränen. Auch der Hochsprung verlief mit 1,71 Meter nicht nach Wunsch. Sprengel liegt nur auf dem 23. Platz. Die dritte deutsche Teilnehmerin Vanessa Grimm belegt nach den ersten beiden Disziplinen den 16. Rang.
Topfavoritin ist die viertplatzierte Schweizerin Annik Kälin, die über die Hürden mit einer Weltklasse-Zeit von 12,59 Sekunden der Konkurrenz davonlief. Mit dieser Zeit hätte sie im Finale der Spezialistinnen gewonnen. Da kam Europameisterin Nadine Visser aus den Niederlanden in 12,67 Sekunden ins Ziel. Allerdings hatte Kälin 3,3 Meter pro Sekunde Rückenwind, Visser 0,8 Meter pro Sekunde Gegenwind.
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