08.07.2019 - 20:34 Uhr
Deutschland und die WeltSport

Transferstau beim FC Bayern: Es wird Zeit, dass Kahn kommt

Am Montag haben die Bayern als letzter Bundesligaklub das Training wieder aufgenommen. Mit einem Häuflein Profis. Schuld am Transferstau des Meisters ist auch die sinkende Attraktivität der Bayern, meint unser Sportredakteur Josef Maier.

Trainingsauftakt bei den Bayern am Montag: Auf dem Transfermarkt tun sich die Münchener weiter schwer.
von Josef Maier Kontakt Profil
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Geht doch! Endlich sind die Bayern wieder auf dem Transfermarkt erfolgreich gewesen. Nur blöd, dass diese Spieler den Münchenern wohl erst in vier, fünf Jahren helfen könnten. Die englischen Boys Jamal Musiala und Bright Akwo-Arrey Mbi, am Freitag verpflichtet, sind zwar hochtalentiert, aber erst 16 Jahre alt. Sie ziehen ins Jugendinternat.

Ansonsten herrscht bei den Bayern auch zum Trainingsauftakt Transferflaute. Ganz Große der Branche, wie Eden Hazard, Griezmann, de Ligt oder Pogba, die alle im Sommer auf dem Markt waren oder sind, ziehen einen Wechsel an die Isar ohnehin nicht ernsthaft in Erwägung. Und warum sollte ein Leroy Sané von der besten Liga der Welt in die Bundesliga wechseln? Wenn er käme, wäre das eine Sensation.

Okay, Kai Havertz kriegen die Bayern (noch) nicht, aber beim günstigen Nationalspieler Julian Brandt schlugen sie nicht zu. Bei Timo Werner wissen sie nicht, was sie wollen. Die Anziehungskraft der Münchener auf Profis hat ohnehin nachgelassen. Dass ein so tolles Talent wie der türkische Defensivspezialist Ozan Kabak lieber zu Schalke geht, das hätte es vor Jahren nicht gegeben. Und die Endlos-Nummer mit Chelseas Callum Hodson-Odoi kann keiner mehr hören.

Die Coolness der Münchener Macher verwundert, auch wenn Karl-Heinz Rummenigge am Montag betonte, man warte nur, bis in Europa der Dominoeffekt eintrete. Es ist ja nicht so, dass nur ein Spieler im Personal-Puzzle fehlt. Es sind, trotz der Verpflichtungen bisher, drei oder vier. Klar, dass erste Spieler wie Joshua Kimmich oder Manuel Neuer nervös werden. Viele Fans murren – und sehnen sich schon Olli Kahn früher als Vorstand herbei. Damit der die Bayern wachrüttelt.

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