20.09.2026 - 05:22 Uhr

„Wie ein Traum“: Weisers Siegtor nach 14 Monaten Pause

Was für eine Rückkehr. Zum ersten Mal nach einer schweren Knieverletzung läuft Mitchell Weiser wieder für Werder Bremen im Weserstadion auf. Dann schießt er in der Nachspielzeit das entscheidende Tor.

Emotionaler kann ein Comeback in der Fußball-Bundesliga kaum verlaufen. 14 Monate fehlte Mitchell Weiser von Werder Bremen wegen einer schweren Knieverletzung. Eine Woche nach einem ersten Kurzeinsatz in Köln schoss der 32-Jährige nun in der Nachspielzeit den Siegtreffer zum 3:2 (0:1) gegen den FC Augsburg. Das erste Tor im ersten Heimspiel - und das auch noch nach einem 0:2-Rückstand.

„Was soll ich sagen? Das ist unbeschreiblich und fühlt sich wirklich an wie ein Traum“, meinte Weiser hinterher. „Es ist etwas Besonderes und ich weiß das auch sehr zu schätzen: die ganzen Nachrichten, die mir geschrieben wurden über die Zeit. Die Jungs, die mich hier immer unterstützen. Der Trainer, der mir das auch ermöglicht hat. Ich bin wirklich froh, dass ich heute so ein bisschen zurückgeben konnte. Dafür bin ich sehr dankbar.“

Weisers lange Leidenszeit

Der frühere Profi von Bayern München und Bayer Leverkusen erlitt im Juli 2025 einen Kreuzbandriss im Knie und verpasste die komplette vergangene Saison. Sein Siegtor gegen Augsburg war ein sehenswerter Schlenzer in den rechten Torwinkel. Seine Mitspieler feierten ihn nach dem Schlusspfiff im Mittelkreis. Die Fans riefen: „Weiser auf den Zaun“. Und auch Trainer Daniel Thioune fand für dieses Comeback überschwängliche Worte.

„Dass Mitchell Weiser das Ding eingeschweißt hat: Für alle Fußball-Romantiker - herzlich willkommen im Weserstadion!“, sagte Thioune. „Das war verrückt. Das hat unfassbar viele Emotionen in uns ausgelöst.“

Werders Trainer beschrieb aus diesem Anlass noch einmal den großen Ehrgeiz seines erfahrenen Spielers: „Selbst bei 2:2 wollte er nicht 2:2 spielen, sondern hat gesagt: Komm, wir machen noch eins“, sagte Thioune über Weiser. „Wenn man Mitch kennenlernt: Er ist ein Mentalitätsspieler. Selbst gestern hatten wir ein kleines Abschlussspiel von zweimal dreieinhalb Minuten. Seine Mannschaft hat 0:1 zurückgelegen und er hat Gas gegeben ohne Ende.“

© dpa-infocom, dpa:260920-930-712554/1

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