06.08.2026 - 23:23 Uhr

Weiter Unterstützung für FIFA-Chef Infantino aus Afrika

Aus Europa hagelt es weiter Kritik an Gianni Infantino. Der afrikanische Verband bleibt trotz der jüngsten Turbulenzen an der Seite des FIFA-Präsidenten.

Gianni Infantino (l) und CAF-Präsident Patrice Motsepe - der afrikanische Verband unterstützt weiterhin den FIFA-Chef. (Archivbild) Bild: Themba Hadebe/AP/dpa
Gianni Infantino (l) und CAF-Präsident Patrice Motsepe - der afrikanische Verband unterstützt weiterhin den FIFA-Chef. (Archivbild)

FIFA-Präsident Gianni Infantino kann sich in der Krise um den gescheiterten Investorenplan weiterhin der Unterstützung aus Afrika sicher sein. Das Exekutivkomitee des afrikanischen Fußball-Dachverbandes CAF begrüßt einstimmig die Erklärung von Infantino und Mattias Grafström, dem Generalsekretär des Weltverbandes. Dies teilte die afrikanische Föderation auf der Plattform X mit.

https://x.com/caf_media/status/2085454773575410043?s=46

Zuvor hatte es eine Sitzung in Marokkos Hauptstadt Rabat gegeben, an der neben Infantino auch Grafström sowie weitere ranghohe Mitarbeiter der FIFA teilgenommen hatten. In einer von Infantino und Grafström unterzeichneten Erklärung gestehen beiden zwar Fehler ein, drohen nach dem Scheitern des Investorenprojekts aber auch mit Konsequenzen.

UEFA hält an Boykottdrohung fest

Die Europäische Fußball-Union teilte hingegen daraufhin mit, die Drohung, vorerst nicht mehr an FIFA-Wettbewerben teilzunehmen, bleibe bestehen. Es seien nicht die Voraussetzungen erfüllt, um sie zurückzunehmen. Das Vertrauen in Infantino sei verloren gegangen, hieß es in der UEFA-Stellungnahme.

Die nach nur wenigen Tagen am Samstag wieder zurückgenommenen Pläne hatten zu einer Welle der Kritik und zu Rücktrittsforderungen an Infantino geführt. Geplant war, rund 20 Prozent der Anteile an dem neu zu gründenden Tochterunternehmen FIFA Forward Enterprise (FFE) zu veräußern, dessen Wert zunächst auf insgesamt 20 Milliarden Dollar festgelegt war. Die FFE hätte die kommerziellen Rechte an den FIFA-Wettbewerben wie der Männer- und Frauen-WM sowie der Club-WM gebündelt.

© dpa-infocom, dpa:260806-930-495111/1

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