28.09.2026 - 10:15 Uhr

„Verbeugt euch!“: Griechen bejubeln Sieg gegen Deutschland

Kourbelis trifft historisch, Tsimikas stichelt gegen Klopp. Wie Spieler und Medien auf den ersten Sieg gegen die DFB-Auswahl reagieren – und warum das Rückspiel brisant wird.

Die Griechen jubelten übe reinen historischen Sieg. Bild: Sven Hoppe/dpa
Die Griechen jubelten übe reinen historischen Sieg.

Athen (dpa) - Der Premierensieg gegen Deutschland wurde im griechischen Fußball mit großer Begeisterung aufgenommen. Die Athener Zeitung „Ta Nea“ sieht bereits eine „goldene Generation“ auf dem Weg zum ersten Platz der Gruppe in der Nations League. Auf den Sportseiten der „Apogevmatini“ steht schlicht: „Historischer Sieg“. Die Sportzeitung „To Fos“ fordert: „Verbeugt euch!“ Die „Sportday“ bringt die Stimmung mit einem typisch griechischen Ausruf sinngemäß auf den Punkt: „Ja, Griechenland, verdammt!“

Abwehrspieler mit Seitenhieb auf Klopp

Trainer Ivan Jovanović sprach im Fernsehen von einem „riesigen Sieg“ für den griechischen Fußball und dessen Zukunft. Beim 1:0 in Augsburg konnte Griechenland erstmals in der Geschichte gegen die DFB-Auswahl gewinnen. 

Für Abwehrspieler Kostas Tsimikas war der Abend auch deshalb besonders, weil sein früherer Trainer Jürgen Klopp inzwischen die deutsche Nationalmannschaft betreut. Nach dem Abpfiff reagierte Tsimikas mit einem Augenzwinkern auf seinen ehemaligen Coach beim FC Liverpool: Er habe gemacht, „was er mir beigebracht hat“.

Kourbelis: Wir haben gelitten

Matchwinner Dimitrios Kourbelis blieb trotz seines Siegtreffers bescheiden. Die Mannschaft habe hart gearbeitet und während der Partie viel leiden müssen, sagte er. Umso größer sei die Freude über das Ergebnis.

Sportredakteure warnten im griechischen Rundfunk am Montagmorgen zugleich vor zu großer Euphorie. Die deutsche Nationalmannschaft werde am kommenden Sonntag zum Rückspiel nach Thessaloniki reisen und auf „Revanche“ aus sein, hieß es.

Griechenland führt die Tabelle der Gruppe 2 nach zwei Spielen mit der Maximalausbeute von sechs Punkten vor den Niederlanden (4) und Deutschland (1) an. Serbien (0) ist Schlusslicht.

© dpa-infocom, dpa:260928-930-755468/1

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