Die ganze Welt stochert im Nebel. Und die Fußballwelt stochert mit. Niemand, aber wirklich niemand kann sagen, wann die Corona-Pandemie unter Kontrolle ist.
Natürlich musste die Europäische Fußballunion am Dienstag eine Entscheidung treffen. Es gilt ein Grundgerüst zu erstellen, das unter vielen Vorbehalten eine Grobplanung ermöglicht. Die Verschiebung der EM-Endrunde auf den Sommer 2021 war die einzige Alternative. Es muss Luft geschaffen werden für den Vereinsfußball, für die Klubs selbst. Dort sind die Spieler angestellt, dort muss das Geld erwirtschaftet werden, dort ist das Fundament des professionellen Fußballs. Wichtig ist, zuallererst die nationalen Ligen zu Ende zu bringen. Um dann geordnete Auf- und Abstiegsentscheidungen zu haben, die später möglichen Anfechtungen standhalten.
Eine EM oder WM, so spektakulär und zuschauerträchtig sie auch sind, diese Turniere sind nur wunderbare Zugaben im vollgestopften Fußballkalender.
In diesen Tagen ist auch sehr viel von Solidarität, Miteinander und Fairness die Rede. Begriffe, die Fifa und Uefa gerne in ihren weltumspannenden und glitzernden Werbebotschaften verwenden. Und, das war kaum zu erwarten, sie leben sie tatsächlich: Die Zusage von Fifa-Boss Gianni Infantino sein Prestigeobejekt, die erstmalige Klub-WM mit 24 Teams natürlich zu verschieben, kam überraschend. Ob er diese unnütze Veranstaltung, die dem Verband Aber- und Abermillionen in die Kassen spült, aber noch mal generell überdenkt, damit ist nicht zu rechnen.
Ob die paneuropäische EM dann 2021 ausgetragen werden kann, mag heute auch noch keiner zweifelsfrei sagen. Es wäre der größte Sieg, nicht nur für alle Fußballfans, wenn am 11. Juni 2021 im römischen Olympiastadion das Eröffnungsspiel angepfiffen würde.



















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