07.07.2021 - 13:39 Uhr
VohenstraußSport

Kein Wort zum Sport: Timmy Joe Schlesinger

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In unserer wöchentlichen Rubrik verrät Schiri Timmy Joe Schlesinger, warum er gerne Kultusminister geworden wäre, welche Tipps er sich von Angela Merkel abholen würde und wieso er bei einer bestimmten Nachspeise schnell beleidigt ist.

Schiedsrichter Timmy Joe Schlesinger.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Als Schiedsrichter ambitioniert unterwegs zu sein und nebenbei noch aktiv Fußballspielen? "Das ist ganz schwer unter einen Hut zu bringen", weiß Timmy Joe Schlesinger aus eigener Erfahrung. Also zog der heute 24-Jährige als B-Jugendlicher einen Schlussstrich unter seine Fußballerkarriere und widmete sich voll und ganz der Schiedsrichterei. "Den Schein fürs Pfeifen hatte ich ja schon als 14-Jähriger erworben."

Mit seiner Entscheidung lag der Vohenstraußer sicherlich nicht falsch. Mittlerweile ist Schlesinger ein anerkannter Bezirksliga-Schiedsrichter. Als Assistent in der Bayernliga und vierter Offizieller bei Regionalliga-Partien ist er zudem höherklassig im Einsatz. Seit 2018 ist Fußball auch sein berufliches Standbein. Als "Masterplan Koordinator" ist er beim Deutschen Fußballbund (DFB) angestellt und kümmert sich von München aus um die Zukunftsentwicklung des Amateurfußballs in Bayern. "Das ist eine Aufgabe, die mich ausfüllt", sagt Schlesinger, der so oft es geht am Wochenende in die Heimat pendelt.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Timmy Joe Schlesinger: Ich fühle mich in einer Großstadt wie München aktuell ganz wohl. Ich genieße das Leben hier mit all seinen Vorzügen für junge Menschen: Für immer und ewig würde ich aber hier nicht wohnen wollen. Dazu bin ich zu heimatverbunden. Irgendwann wird wieder die Oberpfalz rufen.

ONETZ: Über was können Sie so richtig lachen?

Timmy Joe Schlesinger: Ich gebe zu, dass ich extrem schadensfroh bin. Das meine ich jetzt nicht von der böswilligen Seite her. Aber wenn zum Beispiel bei Fernsehsendungen etwas nicht funktioniert und jemand in eine blöde Situation gerät, finde ich das einfach witzig.

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Timmy Joe Schlesinger: Es klingt vielleicht komisch, aber ich wollte Kultusminister werden. Mich hat es in der Schule so richtig geärgert, dass die Meinungen der Schülerinnen und Schüler nie gehört wurden. Da wurden immer nur Entscheidungen auf Rektor- oder Lehrerebene getroffen, aber nie gemeinsam mit den Betroffenen. Das hätte ich gerne ein Stück weit geändert.

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne eine Tasse Kaffee trinken?

Timmy Joe Schlesinger: Mit Angela Merkel. Und zwar aus drei Gründen. Zum einen würde ich mir von der Bundeskanzlerin ein paar Tipps geben lassen, wie wie sie ihre Vielzahl von Terminen unter einen Hut bringt. Außerdem würde ich gerne von ihr wissen, wie sie trotz so manch harter Angriffe gelassen bleiben kann. Die Gelegenheit würde ich aber auch nutzen, um ihr aus meinen Erfahrungen heraus zu schildern, wie eigentlich Otto Normalbürger so tickt.

ONETZ: Was war Ihr erstes Auto?

Timmy Joe Schlesinger: Das war ein VW Golf, ein Neuwagen. Leider ist mir bereits nach zwei Monaten ein Motorradfahrer in einer 30er-Zone mit knapp 100 Sachen in die Seite reingerauscht. Totalschaden. Ich hab mir gleich wieder einen Golf angeschafft, aktuell fahre ich einen Passat.

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie nicht widerstehen?

Timmy Joe Schlesinger: Schokoladensoufflé mit flüssigem Kern. Ich bin relativ schnell beleidigt, wenn der Kern nicht flüssig ist. Das ist ein unbedingtes Muss.

ONETZ: Welche App auf ihrem Smartphone darf auf keinen Fall fehlen?

Timmy Joe Schlesinger: WhatsApp oder meine Mail-App – da kann ich mich nicht entscheiden. Ich bin gerne erreichbar und will schnell mitbekommen, wenn sich jemand meldet.

ONETZ: Haben Sie eine Lieblingstier?

Timmy Joe Schlesinger: Meine Katze Blacky Sie ist 14 Jahre alt und lebt bei meinen Eltern in Vohenstrauß. Blacky ist gelassen, zutraulich und, was auch wichtig ist, sehr selbstständig

ONETZ: Wenn Sie sich ein Talent aussuchen könnten, was wäre das?

Timmy Joe Schlesinger: Ich würde mir die Fähigkeit, gelassen an Dinge heranzugehen, aussuchen. Das fände ich toll und mein Umfeld würde davon auch profitieren.

ONETZ: Hotel oder Camping? Meer oder Berge? Wie sieht der perfekte Urlaub für Sie aus?

Timmy Joe Schlesinger: Ich habe mit meinen Eltern als Kind einiges unternommen, egal ob es eine Flugreise oder ein Campingurlaub war. Mittlerweile habe ich erkannt, das Camping nicht mein Ding ist. Ich mache gerne Städtereise, oder verbringe meinen Urlaub genauso auch am Strand oder in den Bergen – aber bitte in einem normalen Bett.

ONETZ: Welche Fernsehsendung ist für Sie Pflicht?

Timmy Joe Schlesinger: Die Sportschau nicht, weil ich zu dieser Zeit am Samstagabend meistens noch als Schiedsrichter unterwegs bin. In Pandemie-Zeiten habe ich die Diskussionsrunden wie bei Markus Lanz oder Anne Will für mich entdeckt. Das ist eine gute Grundlage, um in Sachen Corona auf dem Laufenden zu bleiben.

ONETZ: Welchen Traum würden Sie sich gerne erfüllen?

Timmy Joe Schlesinger: Viel von der Welt zu sehen, zum Beispiel Australien oder China zu bereisen. Einen ganz großen Traum habe ich allerdings nicht. Ich denke etappenweise und möchte auf diese Weise meine Ziele erreichen.

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