Update 06.09.2026 - 00:00 Uhr

Vuelta-Coup von Brenner: Erster deutscher Sieg seit 2023

Marco Brenner zählt zu den deutschen Rundfahrt-Hoffnungen. Bei der Vuelta feiert der frühere deutsche Meister seinen bisher größten Karriere-Erfolg.

Marco Brenner breitete die Arme aus und feierte in 1.800 Metern Höhe den größten Erfolg seiner Karriere. Der deutsche Youngster holte sich überraschend auf der 14. Etappe der Vuelta den Sieg bei der Bergankunft in Sierra de la Pandera. Der 24-jährige Brenner, der erst seine dritte Grand Tour fährt, sorgte damit für den ersten deutschen Etappensieg bei der Spanien-Rundfahrt seit Lennard Kämna vor drei Jahren.

Brenner, der einer großen Ausreißergruppe angehörte, ließ nach 154,5 Kilometern im Bergauf-Sprint dem Kolumbianer Santiago Buitrago keine Chance. Der frühere deutsche Meister hatte erst im August aufhorchen lassen, als er überraschend die Polen-Rundfahrt gewann.

„Ich kann es nicht glauben. Für solche Tage bin ich Radprofi geworden. Es gibt nicht viele Fahrer, die einen Etappensieg bei einer Grand Tour holen“, sagte Brenner.

Mas baut Führung aus

Das Rote Trikot des Gesamtersten verteidigte der Spanier Enric Mas erfolgreich. Der 31-Jährige, der 4:12 Minuten hinter Brenner das Ziel erreichte, konnte sogar seinen Vorsprung noch ausbauen. Denn der bisherige Gesamtzweite Primoz Roglic verlor weitere 25 Sekunden und rutschte hinter dem Österreicher Felix Gall auf den dritten Platz der Gesamtwertung ab. Mas liegt nun 2:06 Minuten vor Gall.

Seitdem der fünfmalige Tour-Champion Tadej Pogacar vor einer Woche nach einem schweren Sturz aufgeben musste, ist die Spanien-Rundfahrt ein offenes Rennen geworden. Mas, der lange Zeit die spanischen Hoffnungen bei Rundfahrten nicht erfüllte, könnte doch noch zu seinem ersten großen Sieg kommen. Bei der Vuelta hatte er schon dreimal den zweiten und einmal den dritten Gesamtrang belegt.

Am Sonntag dürfte es keine großen Veränderungen an der Spitze der Gesamtwertung geben. Die 15. Etappe von Palma de Rio nach Cordoba, die eigentlich über 189,7 Kilometer gehen sollte, wurde wegen erwarteter Temperaturen von über 40 Grad auf 110,2 Kilometer verkürzt. Sie dürfte eher eine Sache für Ausreißer sein.

© dpa-infocom, dpa:260905-930-638732/2

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