16.01.2020 - 19:48 Uhr
WackersdorfSport

Der Futsal-Bezirksmeister fährt zur "Bayerischen"

Wer wird Futsal-Bezirksmeister 2020? Zehn Mannschaften bewerben sich um den Oberpfalz-Titel, aber nur der Sieger qualifiziert sich für die "Bayerische" am 25. Januar in Dingolfing.

Ob die Spieler der SG Etzenricht II/Luhe-Wildenau II erneut jubeln dürfen? Der amtierende Futsal-Bezirksmeister fährt aber nicht als Top-Favorit zu den Titelkämpfen in Wackersdorf.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Im vergangenen Jahr schaffte der SV Etzenricht II/Luhe-Wildenau II die große Überraschung. Der Kreisklassist düpierte die Konkurrenz und setzte sich bei der Oberpfälzer Futsal-Meisterschaft um den Lotto-Bayern-Cup die Krone auf. Der Titelverteidiger geht diesmal als Außenseiter ins Rennen, da das Teilnehmerfeld bei der Futsal-Bezirksmeisterschaft 2020 am Samstag ab 14 Uhr in der Wackersdorfer Sporthalle zum Teil höherklassig bestückt ist.

Mit der SpVgg SV Weiden und der SpVgg Pfreimd sind zwei hallenerfahrene Landesligisten am Start. Hinzu kommen mit dem TSV Stulln, dem SV Schwarzhofen und dem TB/ASV Regenstauf drei Mannschaften aus der Bezirksliga. Gleich vier Mal ist kreisübergreifend die Kreisklasse (SpVgg Windischeschenbach, SG Etzenricht II/Luhe-Wildenau II, SV Sallern, TSV Alteglofsheim) vertreten. Ausrichter TV Wackersdorf rundet das Tableau ab und will mit einer Mischung aus Kreisligaspielern und Akteuren des Futsal-Regionalligateams einen gelungenen Auftritt hinlegen.

In der Gruppe A muss zwangsläufig die SpVgg Pfreimd mit der Favoritenrolle leben. Der Landesligist bekommt es mit einem Kreisklassen-Quartett zu tun und möchte Gruppenplatz eins oder zwei erreichen. „Wir haben zwar einige Verletzte, aber das Halbfinale ist unser Ziel“, erklärt Goalgetter und Hallentrainer Bastian Lobinger. In den vergangenen Jahren qualifizierte sich die SpVgg viermal für die Hallen-Bezirksmeisterschaften und erreichte dreimal das Endspiel. „Der Turniersieg führt diesmal nur über die SpVgg SV Weiden“, macht Lobinger seinen Favoriten fest.

Gegenüber der Kreismeisterschaft am letzten Wochenende wird sich bei der SG Etzenricht II/Luhe-Wildenau II der Kader auf einigen Positionen verändern. „Wir werden aber nicht schlechter sein“, sagt Alexander Greitze, stellvertretender Abteilungsleiter des SV Etzenricht. Über Ligenzugehörigkeiten der Gegner macht sich Greitzke keine Gedanken: „Futsal hat eigene Gesetze. Wer sich auf Kreisebene durchsetzt, kann nicht schlecht sein.“ Das Ziel des Vorjahressiegers lautet Halbfinale.

Auf den Einzug unter die letzten Vier spekuliert auch die SpVgg Windischeschenbach. Die Truppe von Coach Alexander Benner überzeugte bei der Endrunde im Kreis Amberg/Weiden als Dritter. „Für uns ist mit der Teilnahme ein Traum in Erfüllung gegangen“, sagt Benner. „Jetzt werden wir Vollgas geben und schauen, was möglich ist.“ Die SpVgg setzt zwei Busse ein, je einen für die Spieler und Fans.

Mächtig vom Leder zog die SpVgg SV Weiden in der Vor- und Zwischenrunde im Kreis Amberg/Weiden. An diese souveränen Auftritt will die Mannschaft anknüpfen. „Wir wollen unbedingt gewinnen und zur Bayerischen Meisterschaft“, gibt Stürmer Josef Rodler die Richtung vor. Rodler hat vor allem die SpVgg Pfreimd als Konkurrenten auf der Rechnung.

Starke Leistungen bei der Vor- und Endrunde auf Kreisebene hat auch der TSV Stulln gezeigt. „Die Qualifikation haben wir uns redlich verdient“, meint Trainer Christian Zechmann. „Jetzt freuen wir uns riesig auf das Bezirksturnier.“ Auch wenn man seiner Meinung nach die schwerere Gruppe erwischt habe, sei die Motivation seiner Spieler hoch: „Wir wollen alles geben und guten Futsal spielen.“

Dieses Vorhaben will auch der Ausrichter umsetzen. Der TV Wackersdorf setzt auf eine Mischung aus Spielern seines Kreisligateams sowie der Futsal-Mannschaft. Letztere schlägt aktuell in der Regionalliga Süd eine scharfe Klinge und belegt dort den zweiten Tabellenplatz. „Wir möchten uns ordentlich präsentieren“, gibt sich stellvertretender Abteilungsleiter Markus Ellert trotz offensichtlich vorhandener Futsal-Qualitäten zurückhaltend.

Vorsichtig optimistisch geht der SV Schwarzhofen in den Wettkampf. Nach Platz drei bei der Kreismeisterschaft strebt der Bezirksligist erneut eine gute Platzierung an. „Mal schauen, was dabei rauskommt“, meint Trainer Michael Hartlich.

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