Waldeck bei Kemnath
06.05.2026 - 15:47 Uhr
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Vom Drama zum Triumph: SV Waldeck zurück in der Kreisklasse

Der SV Waldeck hat sich den Meistertitel in der A-Klasse West gesichert. Trainer Michael Sollfrank spricht mit Oberpfalz-Medien über das Drama des Vorjahres, eine dominante Saison und die Zukunft des Kaders.

Am Sonntag machte der SV Waldeck die Meisterschaft in der A-Klasse West perfekt. Bild: SV Waldeck
Am Sonntag machte der SV Waldeck die Meisterschaft in der A-Klasse West perfekt.

Der SV Waldeck hat sich eindrucksvoll die Meisterschaft in der A-Klasse West gesichert und damit den Aufstieg in die Kreisklasse perfekt gemacht. Am 23. Spieltag ließ die Mannschaft beim 9:0-Kantersieg gegen den ASV Haidenaab-Göppmannsbühl II keinen Zweifel mehr aufkommen. Es ist die Rückkehr in die Kreisklasse – erstmals seit der Saison 2007/08. Entsprechend ausgelassen wurde gefeiert. „Es ging natürlich bis in den Montag hinein. Viele Spieler hatten auch schon vorgesorgt. Es war super Wetter, und alles war angerichtet. Von daher war es dann mit den Fans, mit der Vorstandschaft und mit der Mannschaft eine tolle Feier“, berichtet Trainer Michael Sollfrank gegenüber Oberpfalz-Medien. „Für unseren kleinen Ort ist es natürlich einer der größten sportlichen Erfolge der letzten Jahrzehnte.“

Drama vom Vorjahr

Der Triumph ist dabei auch eine späte Genugtuung nach der bitteren Enttäuschung der Vorsaison. Damals verpasste der SV Waldeck ausgerechnet am letzten Spieltag auf heimischem Platz die Aufstiegsrelegation. „Es war der komplette Widerspruch zu letztem Jahr. Da haben wir es auf heimischem Platz verspielt. Ein Jahr später machen wir es beim letzten Heimspiel klar. Das ist, denke ich, eine Geschichte, die nur der Fußball schreiben kann“, so Sollfrank. Der 34-Jährige sieht auch eine klare Verbesserung innerhalb des Teams: „Ich bin stolz, wie wir uns im Vergleich zur letzten Saison wirklich entwickelt haben. Wir haben die richtigen Schlüsse daraus gezogen, sind als Mannschaft komplett zusammengeblieben und haben uns in allen Mannschaftsteilen noch mal gesteigert.“

Dominante Saison

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Zahlen wider: Mit bislang 19 Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen spielt Waldeck eine durchweg dominante Saison. 97 erzielte Tore bedeuten die mit Abstand beste Offensive der Liga, während lediglich 19 Gegentore auch die stärkste Defensive unterstreichen. „Wir haben wirklich sehr konstant über die gesamte Saison gespielt“, betont der Trainer. Am letzten Spieltag winkt sogar noch die Marke von 100 Treffern. Als Schlüssel zum Erfolg nennt Sollfrank das weitgehende Ausbleiben von Verletzungen sowie die hohe Trainingsbeteiligung.

Besonders stark zeigten sich die Waldecker zu Hause. In zwölf Spielen vor eigenem Publikum holte die Mannschaft elf Siege. Nur einmal spielte man unentschieden. Und das mit einer beeindruckenden Tordifferenz von +53. „Auf unsere Heimbilanz bin ich besonders stolz. Wir haben zu Hause echt eine Art Festung aufgebaut“, erklärt Sollfrank.

Keine Abgänge

Auch individuell ragten mehrere Spieler heraus. Toptorjäger Ricardo Burger glänzte mit 23 Treffern und elf Vorlagen, Vincent Liebner steuerte 15 Tore und 22 Assists bei. Maximilian Hößl und Fabian Dumler sammelten ebenfalls jeweils mehr als 20 Scorerpunkte. Angesichts dieser Leistungen stellt sich zwangsläufig die Frage nach der Zukunft des Kaders. Trainer Sollfrank kann jedoch Entwarnung geben: „Wir können vermelden, dass wir keinen einzigen Abgang zu verzeichnen haben. Lediglich drei Spieler werden altersbedingt etwas kürzertreten.“ Zudem befinde man sich bereits in „guten Gesprächen“ mit potenziellen Neuzugängen für die kommende Saison in der Kreisklasse.

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