12.10.2020 - 17:13 Uhr
WaldthurnSport

Kreisklasse Ost: FSV Waldthurn und SV Waldau im Kampfmodus

Ein Erfolgserlebnis wäre so wichtig gewesen: Stattdessen geht der FSV Waldthurn im Derby als Verlierer vom Platz. Von Aufgabe im Abstiegskampf will die Fahrenberg-Elf aber nichts wissen. Den Blick nach oben richtet dagegen der SV Waldau.

Der Waldthurner Michael Weig (Mitte) bugsiert den Ball an Markus Zitzmann (links) und Lukas Woldrich vom SV Waldau vorbei. Der FSV Waldthurn verlor das Derby gegen den SV Waldau mit 0:1.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Nur 10 Punkte in 18 Saisonspielen, demzufolge Schlusslicht in der Kreisklasse Ost – der FSV Waldthurn hat schon bessere Zeiten erlebt als in diesen tristen Oktober-Tagen. Aber selbst nach der 0:1 (0:1)-Heimpleite am Sonntag gegen den Nachbarn SV Waldau ist von Resignation nichts zu spüren. "Die Spieler geben sich noch längst nicht auf", sagt FSV-Vorsitzender Peter Sollfrank. "Wir werden um den Klassenerhalt kämpfen, solange der rein rechnerisch möglich ist."

Den Beweis ihrer Kampfkraft traten die Waldthurner im Derby an. Nach einem frühen Rückstand durch ein Tor des Waldauers Markus Zitzmann in der 16. Minute hatte der Gastgeber zwar in Halbzeit eins alle Hände voll zu tun, um nicht vorentscheidend ins Hintertreffen zu geraten. Nach dem Wechsel aber nahmen die FSV-Spieler ihr Herz in die Hand und drängten zeitweise auf den Ausgleich. "Wir waren da zumindest gleichwertig", meint Sollfrank, der mit dem fehlenden Glück hadert. "Uns wurde ein Elfmeter verweigert und wir hatten gute Möglichkeiten."

Letztlich fehlte aber den Waldthurnern, wie schon im gesamten Saisonverlauf, der Vollstrecker. "Uns geht ein Knipser ab, der vorne eiskalt die Chancen reinmacht", weiß Sollfrank um ein entscheidendes Manko. Ein bisschen trauert er einem Torgaranten nach, der jetzt das Trikot des Kreisligisten SpVgg Vohenstrauß trägt: "Einer wie der Daniel Bergmann ist halt kaum zu ersetzen."

Wenn es an Torgefährlichkeit mangelt, dann müssen andere Trümpfe im Abstiegskampf stechen. Und hier zählt Sollfrank einige Eigenschaften auf, die dem FSV trotz des Acht-Punkte-Rückstands auf den Relegationsplatz vielleicht doch noch zum Ligaverbleib verhelfen sollen. "Die Defensive ist stabiler geworden. Wir haben in den letzten beiden Spielen nur jeweils ein Gegentor erhalten", betont der Vereinsboss und stellt die intakte Moral heraus: "Die Mannschaft hat einen super Teamgeist." Und wenn der Abstieg in die A-Klasse trotz aller Willenskraft doch nicht zu vermeiden ist? "Dann ist es halt nicht zu ändern", sagt Sollfrank. Er prophezeit: "Die Mannschaft wird nicht auseinanderbrechen. Es wird weitergehen."

Weitergehen wird es definitiv auch für den SV Waldau. Die Frage lautet nur: In welcher Spielklasse? "Platz eins ist zu weit weg. Auf den Relegationsplatz schauen wir aber schon noch ein bisschen", gibt Vorsitzender Roman Lindner zu. Der Aufstieg wäre der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte, noch nie haben die Schwarz-Gelben in der Kreisliga gespielt. "Es wird schwierig", sagt Lindner mit Blick auf die Mitbewerber im Kampf um die Vizemeisterschaft, den TSV Eslarn und die DJK Irchenrieth. "Wir müssen noch gegen beide Konkurrenten spielen. Abgerechnet wird am Schluss."

Allerdings muss sich der SV Waldau ein gutes Stück steigern, wenn er Platz zwei im Auge behalten will. In Waldthurn blieb nach einer passablen ersten Halbzeit vieles Stückwerk. "Das war kein schönes Spiel von unserer Seite", sagt Lindner. Er setzt darauf, dass sich die Mannschaft im Saisonendspurt im Frühjahr wieder ihrer Vorzüge besinnt. "Wir haben viele junge, technisch gut ausgebildete Spieler", erzählt der Klubchef. "Die meisten spielen seit der Jugend zusammen. Das schweißt zusammen." Die Leistungsträger wie Daniel Wolfrath, Lukas Woldrich, Tobias Guber und Felix Volkmer sind allesamt unter 30 Jahre, was aber kein Hinderungsgrund ist. "Vielleicht fehlt uns manchmal ein älterer Führungsspieler", meint Lindner. "Aber die Mannschaft hat noch Potenzial, sich zu entwickeln."

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