Rekordspiel in Rosenheim
Ein Spiel für die Geschichtsbücher: 122 Minuten und 35 Sekunden dauerte das dritte Viertelfinalduell zwischen den Starbulls Rosenheim und den Eisbären Regensburg – so lange wie noch keine Partie zuvor in der DEL2. Der bisherige Rekord von rund 108 Minuten ist damit Geschichte. Dabei sah lange alles nach einem Rosenheimer Sieg aus. Bis gut 13 Minuten vor Schluss führten die Starbulls mit 5:3, ehe Samuel Payeur mit zwei Treffern die Partie noch ausglich und in die Verlängerung schickte. Dort entwickelte sich ein zäher Marathon: Overtime um Overtime verging, ohne dass eine Entscheidung fiel. Erst in der vierten (!!) Verlängerung – im siebten (!!) Drittel – erlöste Bryce Kindopp die beteiligten Spieler und Fans, die es mit den Eisbären halten. Nach gut zwei Minuten verwertete er einen Abpraller zum 6:5 für Regensburg, das damit die Serie auf 2:1 stellt und sich zugleich das Heimrecht zurückholt.
Steelers legen vor
Überraschend deutlich verlief das dritte Duell zwischen den Ravensburg Towerstars und den Bietigheim Steelers. Nach zwei engen Spielen, die jeweils erst in der Overtime entschieden wurden, setzte sich Bietigheim diesmal auswärts mit 5:2 durch und holte sich damit das Heimrecht zurück. Auffällig bleibt dabei: Die Entscheidungsträger sind immer wieder dieselben. Jack Dugan (zwei Punkte), Cole Fonstad (drei Punkte) und vor allem Brett Kemp prägten auch dieses Spiel. Kemp kam auf ein Tor und vier Assists und war damit der überragende Akteur des Abends. Ravensburg konnte diesmal nicht mehr gegenhalten wie in den beiden ersten Partien. Die Serie, die zunächst nach einem engen Schlagabtausch aussah, bekommt damit eine neue Dynamik – entschieden ist hier aber noch lange nichts
Ein kleines Statement
Für eine Überraschung sorgten die Lausitzer Füchse im Duell mit den Kassel Huskies. Beim Hauptrundenzweiten holte sich Weißwasser einen 4:3-Auswärtssieg nach Overtime und meldet sich damit in der Serie zurück. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt steht es nun 1:2. Die Füchse, erst über die Pre-Play-offs ins Viertelfinale eingezogen, zeigten erneut, dass sie in dieser Serie mehr als nur Außenseiter sein wollen. In einer umkämpften Partie ging es in die Verlängerung, in der schließlich Verteidiger Kyle Havlena nach gut 14 Minuten für die Entscheidung sorgte. Ein Auswärtssieg in Kassel ist in den Play-offs ein klares Ausrufezeichen. Die Serie bleibt damit offen – und für die Huskies wird es nun etwas unangenehmer als vielleicht erwartet.
Die Vorentscheidung
Die Vorentscheidung dürfte derweil in der Serie zwischen den Krefeld Pinguinen und dem EV Landshut gefallen sein. Krefeld gewann auch Spiel drei und führt nun mit 3:0 – eine klare Angelegenheit. Nach dem Torfestival im zweiten Spiel reichten diesmal fünf Treffer, um Landshut erneut deutlich in die Schranken zu weisen. Sportlich sind die Unterschiede offensichtlich. Die Pinguine agieren souverän, effizient und mit der deutlich höheren Qualität. Für Landshut bleibt aktuell kaum ein Ansatz, um die Serie noch einmal zu drehen. Alles deutet darauf hin, dass Krefeld im nächsten Spiel den Sweep perfekt machen wird. Immerhin: An Einsatz mangelt es den Niederbayern nicht. Mehrmals fliegen in der Krefelder Yayla-Arena am Sonntagabend die Fäuste – Landshut wehrt sich zumindest. Spielerisch reicht das gegen diesen Gegner allerdings nicht.



















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