11.10.2018 - 23:50 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Blue Devils gegen Top-Teams

Hartes Wochenende für die Blue Devils. Die Weidener treffen auf zwei Spitzenmannschaften der Oberliga Süd. Doch Trainer Ken Latta gibt sich kämpferisch: "Im Eishockey ist alles möglich."

Nach drei Niederlagen in Folge (Szene vom 3:5 gegen Memmingen) wollen die Blue Devils endlich wieder punkten. Allerdings warten mit dem EC Peiting und dem EV Landshut zwei ganz dicke Brocken.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

(gb) Nach fünf Spielen liegen die Blue Devils in der Oberliga Süd mit vier Punkten an Position acht. Ein Sieg gegen Schlusslicht Waldkraiburg und vier Niederlagen, drei davon gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte, lautet die bisherige Bilanz. Und nun kommt es knüppeldick für die Truppe von Trainer Ken Latta. Am Freitag (Beginn 19.30 Uhr) geht's zum verlustpunktfreien Spitzenreiter EC Peiting (1./15 Punkte) und am Sonntag um 18.30 Uhr gastiert der EV Landshut (4./11) in der Hans-Schröpf-Arena.

Latta: "Alles ist möglich"

"Das sind zwei ganz schwere Spiele, doch im Eishockey ist alles möglich", sagt der Kanadier, der beide Gegner schon vor Beginn der Saison zu den Spitzenmannschaften der Oberliga Süd gezählt hatte: "Landshut allerdings weiter oben, Peiting nicht ganz so weit vorne."

Defensivarbeit muss passen

Latta fordert in beiden Partien, den Favoriten mit einer starken Defensivarbeit das Leben so schwer wie möglich zu machen. "Wir müssen defensiv zu 100 Prozent da sein. Wenn wir zu offen agieren, sind wir erledigt", weiß der Weidener Coach, den die vielen Gegentore in den letzten beiden Spielen (jeweils fünf) wurmen. Die gesamte Mannschaft - Torwart, Verteidiger und Stürmer - müsse defensiv als Einheit auftreten. Wichtig sei auch, individuelle Fehler und dumme Strafzeiten zu vermeiden. Mit Ausnahme der Langzeitverletzten Marcel Waldowsky und Lukas Zellner sind alle Mann fit. Allerdings werden am Freitag nicht alle jungen Spieler mit nach Peiting fahren, weil die Juniorenmannschaft zeitgleich in Erding spielt.

Peiting ohne Punktverlust

Fünf Spiele, fünf Siege, 31:9 Tore: Der EC Peiting ist optimal in die Saison gestartet. Allerdings waren mit Ausnahme des Tabellensechsten EV Regensburg die weiteren Gegner aus der unteren Tabellenhälfte. Das soll aber die Leistung der seit Jahren eingespielten Mannschaft nicht schmälern. Auch heuer gab es nur fünf Ab- und vier Zugänge. "Peiting hat gut ausgebildete Spieler mit viel Erfahrung in höheren Ligen", zeigt Latta Respekt vor dem Team von Trainer Sebastian Buchwieser. Mit Florian Hechenrieder haben die Oberbayern einen der besten Oberliga-Torhüter. Die eh schon starke Abwehr um den US-Amerikaner Brad Miller gewinnt mit Rückkehrer Rob Brown (von DEL2-Klub Bietigheim) noch mehr an Klasse. Im Sturm bürgen Spieler wie der Tscheche Milan Kostourek, Routinier Ty Morris, Anton Saal, Simon Maier, Florian Stauder, Dominik Krabbat und der Ex-Weidener Marko Babic für höchste Qualität.

Beim EV Landshut, der im zweiten Jahr von Axel Kammerer trainiert wird, ist nach drei Siegen zum Auftakt zuletzt Sand ins Getriebe gekommen. Das große Manko beim 2:3 in Regensburg und dem enttäuschenden 3:2 nach Verlängerung gegen Schlusslicht Waldkraiburg war die Chancenverwertung. Pech hatte der niederbayerische Traditionsverein, dass sich der ehemalige Weidener Ales Jirik in Regensburg schwer verletzte und mit einem Wadenbeinbruch lange ausfällt. "Wir spielen zu Hause und wir haben eine Chance", ist der Weidener Coach Ken Latta überzeugt. "Landshut hat in Regensburg verloren. Wir waren nicht weit weg von Regensburg und hätten durchaus gewinnen können", blickt der Kanadier auf das 3:5 gegen die Eisbären zurück.

Aufgebot Blue Devils: Filimonow, Wiedemann - Herbst, Noe, Schusser, Willaschek, Bäumler, Deichstetter - Ouellet, Abercrombie, Habermann, Siller, Kirchberger, Heinisch, Pronath, Schreyer, Lehner, Wolf.

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