Weiden in der Oberpfalz
18.08.2026 - 20:05 Uhr

Chancenlose SpVgg SV: TSV Kornburg erstürmt das Weidener Wasserwerk

Die sportliche Talfahrt der SpVgg SV Weiden geht ungebremst weiter. Im Heimspiel gegen den TSV Kornburg ist die Partie bereits zur Halbzeitpause entschieden.

Auch im sechsten Anlauf hat die SpVgg SV Weiden den ersten Saisonsieg in der Fußball-Bayernliga Nord verpasst. Die stark ersatzgeschwächten Gastgeber gingen am Dienstagabend gegen den TSV Kornburg auf verlorenem Posten und gingen beim 2:7 (0:3) als klarer Verlierer vom Platz. Die formstarken Gäste hatten gegen die verunsichert wirkenden Schwarz-Blauen unerwartet leichtes Spiel. Kornburg präsentierte sich zweikampfstärker, gedankenschneller und vor allem kombinationssicherer als der Gastgeber, der bedenkliche Abwehrschwächen offenbarte. Ohne eine deutliche Steigerung in den kommenden Spielen wird sich die SpVgg SV schwer tun, von den hinteren Rängen in der Bayernliga-Tabelle wegzukommen.

Gegenüber der Startformation beim 3:3 in Neumarkt musste SpVgg-SV-Trainer Michael Riester erneut umstellen. Für Stammtorwart Justin Bartl (Hüftverletzung) stand Eldin Becic zwischen den Pfosten. Da sich am Samstag auch Verteidiger Adrian Hoti am Sprunggelenk eine Blessur zugezogen hatte, rückte Moritz Hügel in die Startelf. Ein kleiner Lichtblick: Nach überstandener Sprunggelenksverletzung stand erstmals in der laufenden Saison wieder Martin Ruda im Weidener Kader.

Doppelschlag von Götz

Pünktlich zum Anstoß setzte bei kühlen 18 Grad heftiger Regen ein – eine völlig ungewohnte Situation für beide Mannschaften nach einer wochenlangen Hitzewelle. Besser mit den äußerlichen Bedingungen kam in der Anfangsphase der TSV Kornburg zurecht. Die nach fünf Saisonspielen noch ungeschlagenen Mittelfranken nahmen das Heft in die Hand und spielten bei Ballbesitz schnell nach vorne. Die Weidener Defensive hatte Mühe, im Kombinationswirbel der Gäste ihre Ordnung beizubehalten. In der 11. Minute verfehlte Marcel Götz aus zwölf Metern noch das Weidener Tor, doch dann setzte der wieselflinke Gästeangreifer zum Doppelschlag an.

Nach starker Vorarbeit des auf der rechten Weidener Abwehrseite durchgebrochenen Jakub Mintal schob Götz den Ball ungehindert aus sechs Metern zunächst zum 0:1 ein (13.). Nur sieben Minuten später war der TSV-Stürmer dann erneut zu Stelle: Nach einer missglückten Abwehraktion von SpVgg-SV-Innenverteidiger Paul Gebhard konnte Keeper Eldin Becic die Kugel zwar noch von der Linie kratzen. Allerdings fiel das Spielgerät genau Götz vor die Füße, der mit seinem vierten Saisontor zum 0:2 einlochte (20.).

Kornburg dominiert

Damit war der Weidener Fehlstart in die so wichtige Partie perfekt. Und es kam noch schlimmer. Einen weiten Pass nahm der Kornburger Dominik Healy gekonnt auf, ein kurzer Haken, ein trockener Schuss und der Ball zappelte zum 0:3 im Netz (30.). Kornburg hatte das Spiel fest im Griff, von den Schwarz-Blauen kam lange Zeit viel zu wenig. Erst kurz vor der Halbzeit entwickelte die Wasserwerkelf mehr Druck. Ein 18-Meter-Versuch von Friedrich Lieder, ein Kopfball von Christoph Fenninger – das war's an halbgaren Chancen.

Michael Riester reagierte auf die schwache Vorstellung seiner Mannschaft mit einem Dreifachwechsel. Doch die dadurch erhoffte Initialzündung verpuffte bereits kurz nach Wiederanpfiff. Nach einer Flanke von links stieg Dominik Healy am höchsten und köpfte zum 0:4 ein (47.) Damit war die Partie für Kornburg endgültig in trockenen Tüchern. Den unverdrossen weiterkämpfenden Platzherren gelang durch Patrik Vacek zwar noch zwei Treffer, aber auch Kornburg verwertete drei seiner zahlreichen Möglichkeiten zum 2:7-Endstand.

SpVgg SV Weiden: Becic, Gebhard, Behnke, Vacek, Zeitler, Hügel (46. Siegert), Schaller (46. Ruda), Sylejmani (64. Horgan), Lieder, Fenninger (86. Söllner), Rodler (46. Pühler)

TSV Kornburg: Fischer, Moos, Klose (67. Januzi), Pinola, Olschewski, Mintal, Held (83. Omoregbee), Healy (89. Faljic), Weber, Zietsch, Götz (79. Schmid)

Tore: 0:1 (13.) Marcel Götz, 0:2 (20.) Marcel Götz, 0:3 (30.) Dominik Healy, 0:4 (47.) Dominik Healy, 1:4 (63..) Patrik Vacek, 1:5 (65.) Zietsch, 2:5 (79.) Vacek, 2:6 (82.) Weber. 2:7 (86.) Wallace Omoregbee – SR: Christoph Knauer – Zuschauer: 788

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