19.12.2019 - 14:42 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Dennis Lippert und der nächste Neuanfang beim 1. FC Nürnberg

Der Kampf geht weiter, Rückschläge inklusive. Nach der Winterpause wagt Dennis Lippert beim 1. FC Nürnberg wieder einen Neuanfang. Einer Club-Legende ist er für die Chance sehr dankbar.

Ende August beim Testspiel des 1. FC Nürnberg II in Mitterteich war Dennis Lippert sogar Kapitän. Es war sein bislang letzter Auftritt im Club-Trikot.
von Josef Maier Kontakt Profil

Der Auftritt in der Oberpfalz sollte der Neuanfang sein, der Auftritt im Testspiel in Mitterteich Ende August war aber sein bisher letztes Spiel im Trikot des 1. FC Nürnberg. Dennis Lippert kämpft immer wieder mit Problemen, hat in den vergangenen Jahren viel mitgemacht. So viele Rehamaßnahmen wie er, haben viele erfahrene Profis nicht in den Beinen.

Nach einem Kreuzbandriss im Knie im März 2017 hatte sich der gebürtige Weidener, der im Jahr 2012 zum Club gewechselt war, zuletzt wieder auf den Platz zurückgearbeitet. Sein Vertrag beim FCN lief aber im Sommer aus. Er bekam dann aber noch einen Kontrakt für die zweite Mannschaft, doch auf dem Spielberichtsbogen der Regionalligaspiele tauchte der 23-Jährige bisher nicht auf.

"Nach dem Freundschaftsspiel in Mitterteich hatte ich wieder muskuläre Probleme", erzählt Lippert. "Wenn man so lange verletzt war und dann wieder regelmäßig trainiert, ist das nun mal so." Erneut folgte ein wochenlanger Ausfall, seit etwa Mitte Oktober war der Oberpfälzer wieder im Training des Regionalliga-Teams. "Der Trainer wollte aber keinen Einsatz mehr riskieren", sagt Lippert. Sein Trainer schützt ihn. Und der Spieler ist diesem, der Club-Legende Marek Mintal, sehr dankbar: "Marek hat sich dafür eingesetzt, dass ich noch mal einen Vertrag kriege und zeigen kann, was ich kann." Und obwohl er kein Pflichtspiel absolvieren konnte, blickt der Defensivmann positiv auf die letzten Monate zurück: "Dieses halbe Jahr fand ich trotzdem gut, ich bin wieder auf dem Platz. Es hat viel gebracht, wieder regelmäßig zu trainieren."

Dennis Lippert galt in den ersten Wochen des Jahres 2017 als die große Club-Entdeckung. Der damalige Coach Alois Schwartz beorderte den Amateurspieler zu den Profis, Schwartz-Nachfolger Michael Köllner hatte Lippert schon in der "Zweiten" gefördert, und als der Fuchsmühler die Profis übernahm, war das Talent aus Weiden fester Bestandteil des Teams. Es wurden aber insgesamt nur sechs Zweitligaspiele, weil an diesem 25. März 2017 die Kreuzbänder im linken Knie bei einem internen Trainingsspiel rissen. Mehr als zwei Jahre dauerte die Reha, oft gab es Rückschläge. "Natürlich ist das schwer, wenn man immer wieder Probleme hat", gibt der junge Mann Einblicke in sein Seelenleben. Und einige Male, so sagt Lippert ganz ehrlich, stand auch der Ehrgeiz im Weg: "Vielleicht wollte ich manchmal zu viel."

Unter Druck - sein Vertrag läuft nur bis Ende Juni 2020- setzt er sich nicht. Denkt er nicht doch an ein mögliches Ende der Profilaufbahn, wenn der Körper erneut streikt? "Nein", sagt er bestimmt. Lippert setzt vor allem auf die Wintervorbereitung. "Wir haben im Januar und Februar viele Testspiele, da will ich dabei sein." Damit er schon fit in die Vorbereitung geht, setzt er auch Mintals Laufvorgaben über Weihnachten und Neujahr um. "Ich bin dann öfter mal Richtung Parkstein unterwegs", berichtet der junge Mann, dessen Familie im Weidener Westen wohnt, von seinen Aktivitäten. Lippert bleibt weiter dran. Mitterteich soll noch lange nicht das letzte Spiel gewesen sein.

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