15.02.2019 - 10:03 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Derbystimmung in Weiden

Die Blue Devils und die Selber Wölfe treffen am Freitag zum ewig jungen Nachbarkampf aufeinander - in dieser Saison bereits zum sechsten Mal. Erinnerungen werden wach an den Tag vor Heiligabend.

Vier Weidener gegen einen Selber: Paul Wolf, Mirko Schreyer, Adam Schusser und Goalie Daniel Filimonow (von links) halten Achim Moosberger in Schach. Fünf Mal standen sich die Blue Devils und die Selber Wölfe in dieser Saison schon gegenüber. Die Bilanz lautet 3:2-Siege für Weiden. Am Freitag um 20 Uhr kommt es in der Hans-Schröpf-Arena zum sechsten Aufeinandertreffen.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Die Meisterrunde der Eishockey-Oberliga-Süd geht in die entscheidende Phase. Noch acht Spiele sind zu absolvieren und die Teams kämpfen um die beste Ausgangsposition für die Play-offs mit den Klubs aus der Oberliga Nord. Für die Blue Devils (7./53 Punkte) ist rechnerisch noch einiges möglich: Die Verbesserung auf Platz sechs (Selb/63) oder sogar fünf (Memmingen/64), aber auch der Sturz auf Rang acht (Lindau/44) oder im schlimmsten Fall auf den ersten Nicht-Play-off-Platz neun (Höch-stadt/40). "Es wird wieder Zeit für eine Serie", sagt Chefcoach Ken Latta, der den Blick weiter nach vorne richtet. Und auch Co-Trainer Florian Zellner meint: "Wir wollen die Chance aufrechterhalten, vielleicht noch nach vorne zu rücken."

Um dieses Ziel zu realisieren, müssen die Blue Devils in den restlichen acht Partien kräftig punkten. Den Auftakt wollen die Weidener am Freitag um 20 Uhr im Derby gegen die Selber Wölfe machen. Fünf Mal standen sich beide Teams in dieser Saison schon gegenüber, die Bilanz lautet 3:2-Siege für die Oberpfälzer. Besonders gerne erinnern sich Spieler, Verantwortliche und Fans an die tolle Atmosphäre beim letzten Heimspiel am Tag vor Heiligabend. Die Hans-Schröpf-Arena war ausverkauft, EV-Vorsitzender Thomas Siller musste sogar mindestens 200 Leute nach Hause schicken. Die Devils gewannen das packende Match nach einer großartigen kämpferischen Leistung durch Tore von Tomas Rubes (3) und Marcel Waldowsky mit 4:2.

Auch wenn Selb momentan vor allem defensiv - 31 Gegentore in den letzten vier Partien - große Schwächen offenbart, rechnet Ken Latta wie immer mit einem heißen Kampf. "Das Derby hat eigene Gesetze. Es wird ein enges und hartes Match", vermutet der Weidener Coach, für den eine Frage entscheidend ist: "Wer macht weniger Fehler." Am vergangenen Sonntag beim 5:7 gegen Peiting war es seine Mannschaft, die die Defensivarbeit arg vernachlässigte und sich mehr Aussetzer leistete. "Wir hätten den Schlagabtausch nicht mitmachen dürfen. Da haben wir gegen Top-Teams wie Peiting die schlechteren Karten."

McDonald der Topscorer

Um gegen Selb den vierten Derbysieg zu landen, müssen die Blue Devils in Sachen Defensivverhalten eine Top-Leistung abliefern - vor allem gegen die Paradereihe der Wölfe. Der Kanadier Ian McDonald führt mit 81 Punkten die Scorerliste der Oberliga Süd an, Landon Gare (63) ist Vierter und Erik Gollenbeck (51) Elfter. Einen Sahnetag hatte Gollenbeck, der vor dieser Saison vom ETC Crimmitschau aus der DEL2 nach Selb gekommen war, am vergangenen Sonntag. Beim 8:5 gegen Höchstadt traf er fünf Mal ins Schwarze.

Sonntag in Landshut

Vor der nächsten schweren Aufgabe stehen die Blue Devils am Sonntag (18 Uhr) beim Dritten EV Landshut, der zuletzt vier Siege in Folge feierte. "Das ist ein hartes Pflaster. Wir müssen wie immer härter arbeiten als die anderen, denn wir können nur über Kampf gewinnen", weiß Ken Latta.

Personell ist die Situation bei den Devils wie vergangene Woche. Daniel Willaschek, Lukas Zellner und Maximilian Deichstetter fallen weiter aus. Wer zwischen den Pfosten steht - Daniel Filimonow oder Johannes Wiedemann - entscheidet Ken Latta kurzfristig. Sicher ist nur, dass Förderlizenzkeeper Niko Stark jeweils im Aufgebot sein wird. Er muss zehn Mal auf dem Spielberichtsbogen stehen, um in den Play-offs spielberechtigt zu sein. Bisher hat er erst zwei Spiele.

Aufgebot Blue Devils: Filimonow, Wiedemann, Stark - Herbst, Schusser, Noe, Bäumler, Schreyer, Voigt, Lehner - Geisberger, Abercrombie, Habermann, Siller, Rubes, Heinisch, Waldowsky, Kirchberger, Pronath, Wolf, Hintermeier

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