17.01.2020 - 13:49 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Derbyzeit beim HC Weiden

Gleich zweimal lautet die Paarung in der Mehrzweckhalle: HC Weiden gegen die HSG Nabburg/Schwarzenfeld. Die Gäste reisen als Favorit an, doch sowohl die Weidener BOL-Damen als auch die Bezirksliga-Herren rechnen sich schon etwas aus.

Das ist bitter: Die zuletzt überzeugende Jasmin Häring fehlt dem HC Weiden im Derby gegen die HSG Nabburg/Schwarzenfeld.

Derby-Heimspiel für die BOL-Handballerinnen des HC Weiden: Am Sonntagabend um 17 Uhr gastiert der Ligaprimus HSG Nabburg/Schwarzenfeld zum ersten Spiel der Rückrunde in der Mehrzweckhalle. Die Gäste, die von Anfang an als Meisterschaftsfavorit gehandelt wurden, liegen mit Platz eins im Soll, mussten sich jedoch am letzten Wochenende überraschend beim Tabellendritten SG Regensburg geschlagen geben. Umso motivierter werden die Nabburgerinnen ihr Gastspiel in Weiden angehen. Die Favoritenrolle ist dementsprechend klar vergeben, und die Max-Reger-Städterinnen können völlig ohne Druck in die Partie gehen. Nachdem die letzten drei Begegnungen für den HC am Ende immer unglücklich verlaufen sind und nur ein Punkt heraussprang, wollen die Weidenerinnen jedoch auch aus der Außenseiterrolle heraus das Spiel mitgestalten.

„Wir werden uns auch gegen Nabburg nicht verstecken. Es ist eigentlich das einfachste Spiel der gesamten Saison. Niemand erwartet etwas von uns und wir können völlig befreit spielen. Was wir nach den letzten Spielen brauchen, ist wieder Freude und Spaß am Handball. Wenn wir an die starke zweite Hälfte gegen Altdorf anknüpfen, ist es vielleicht sogar möglich, den Tabellenführer etwas zu ärgern“, sagte Trainer Thomas Eichinger. Damit etwas Zählbares herausspringt, dafür müssen viele Faktoren zusammenkommen. Die Personalsituation gehört aber schon mal nicht dazu. Noch immer fehlen wichtige Spielerinnen im Rückraum, wenngleich die letzte Partie mit 36 Toren gezeigt hat, dass der Angriff sehr gut funktioniert. Die zuletzt starke Jasmin Häring steht aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung. Zurückkehren wird nach ihrer Verletzungspause Nadine Roith. Der Einsatz von Linksaußen Jennifer Hermann ist verletzungsbedingt noch fraglich.

Im Anschluss folgt bei den Bezirksliga-Herren die absolut identische Paarung: Auch hier gastiert um 19 Uhr mit der HSG Nabburg/Schwarzenfeld der Spitzenreiter in Weiden. Und so verspricht bereits das erste Spiel im neuen Jahr ein echter Höhepunkt zu werden. Für die drittplatzierte Heimmannschaft stellt dieses Aufeinandertreffen wohl auch die letzte Chance dar, nochmal ins Aufstiegsrennen einzugreifen. Dabei geht der HC Weiden aber als klarer Außenseiter in das Derby. Das Hinspiel zum Saisonauftakt ging nach hartem Kampf verdient verloren (24:28). Zu routiniert und konsequent agierte die HSG gegen eine noch uneingespielte Weidener Truppe. "Nabburg/Schwarzenfeld ist völlig zu Recht Tabellenführer. Der Kern der Mannschaft spielt seit Jahren zusammen und sie haben mit Basti Blödt, Oliver Landgraf und Torhüter Florian Sturm einige der Top-Spieler der Liga in ihren Reihen", warnt HC-Trainer Florian Breinbauer.

Dennoch sieht der Übungsleiter eine realistische Chance auf einen Punktgewinn: "Wir sind im Vergleich zum ersten Saisonspiel besser aufeinander abgestimmt. Zudem stehen uns am Sonntag mit Fabian Szameitat, Lucas Vierling und Niklas Deml wichtige Spieler zur Verfügung, die das Hinspiel noch verpasst haben." Ein zusätzlicher Faktor soll beim immer stimmungsvollen Derby der Heimvorteil sein, findet auch HC-Leitwolf Stefano Flierl: "Wir sind zu Hause noch ohne Punktverlust. Wir wissen um unsere Heimstärke, wenn wir die Halle hinter uns haben." Ein Winter-Neuzugang des HC sorgt dabei für zusätzliche Brisanz: Mit dem 27-jährigen Nils Keller wechselte ein quirliger und treffsicherer Linksaußen ausgerechnet von der HSG Nabburg/Schwarzenfeld nach Weiden.

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