06.12.2019 - 12:40 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Drei Perlen für die "kleine Perle"

Die Sitzung war schmerzhaft. "Aber es hat sich gelohnt", findet Fußballfan Marina Perlinger, wenn sie über ihr Tattoo auf dem rechten Oberschenkel spricht. Und die drei Perlen haben noch dazu eine ganz besondere Bedeutung.

Die Buchstaben A, S und M in den Perlen stehen für die Eltern und die Schwester von Marina Perlinger.
von Armin Eger Kontakt Profil
Marina Perlinger.

Im ersten Entwurf waren es noch Diamanten. Geworden sind es Perlen. "Ich wollte das so", sagt Marina Perlinger. "Oben ein Mandala und unten hängen drei Perlen dran", beschreibt die 20-Jährige ihr Tattoo - und erklärt auch gleich warum. "Meinen Vater nennen sie ,Perle' und ich bin bei uns zuhause in Schnaittenbach die ,kleine Perle' - wegen unseres Nachnamens."

Eine lange "Bedenkzeit" hatte sich die Produktionsdesignerin gegeben, bis sie reif für das Tattoo war. "Ich habe es entworfen und ein Jahr lang als Bildschirmhintergrund am Computer gehabt. Ich wollte mir sicher sein, dass es mir auch gefällt." Sicher war sich Marina Perlinger im vergangenen Sommer. Mit ihrem Entwurf marschierte sie zu einem Tätowierer in der Nähe von Hahnbach. "Der hat einiges geändert, aber es hat mir sogar besser gefallen", sagt die 20-Jährige, die seit 11 Jahren begeisterte Fußballerin und auch Schiedsrichterin ist. Seit einem Jahr kickt sie in der Bezirksliga-Frauenmannschaft des SC Luhe-Wildenau, trainiert beim TuS Schnaittenbach seit drei Jahren die Jungs der D-Jugend. Als Schiedsrichterin darf sie bis Kreisliga pfeifen, als Linienrichterin sogar bis zur Regionalliga winken. "Habe ich schon mal in Nürnberg gemacht", erinnert sich Fußballfan Marina Perlinger gerne. "Andere Sportarten wie Tennis und Volleyball habe ich schon ausprobiert, das ist aber nichts für mich."

Für was sie sich jedoch begeistert, sind Tattoos. "Wenn man einmal damit angefangen hat, überlegt man schon, was als nächstes kommt." Bei ihr hat es mit einer kleinen Rose am rechten Knöchel begonnen. "Das habe ich mir zusammen mit meiner Freundin stechen lassen. Das war nicht schlimm."

Wesentlich schmerzhafter sei hingegen ihr Tattoo auf dem rechten Oberschenkel gewesen. "Drei Stunden hat es gedauert. Am Anfang war es noch o.k. Die letzte halbe Stunde habe ich geheult. Der Tätowierer wollte schon aufhören." Wenn sie das Werk betrachte, habe es sich aber gelohnt, meint sie. Die größte Fläche nimmt das Mandala-Motiv ein. "Ich wollte das unbedingt. Das gefällt mir einfach, hat aber keine besondere Bedeutung." Anders ist es bei den drei Perlen, die unten am Mandala dranhängen. In den Perlen sind die Anfangsbuchstaben ihrer Familie. Das A steht für ihre Mutter Anita, das M für ihren Vater Markus und das S für ihre Schwester Sophie. "Es wär auch noch Platz für einen weiteren Buchstaben. Eventuell einmal für mein Kind", sagt Marina Perlinger.

Sie hat auch schon eine Idee für ein weiteres Tattoo: ein Kompass mit den Koordinaten ihres Heimatortes Schnaittenbach soll auf den Arm, natürlich wieder rechts. Auf dem Computer hat sie das Motiv jedenfalls schon. Bis der Tätowierer aktiv werden darf, kann das aber noch dauern. "Ich will mir wieder absolut sicher sein. Schließlich habe ich das ja mein ganzes Leben."

Das Tattoo vom Marina Perlinger auf dem rechten Oberschenkel zeigt oben ein großes Mandala und unten die drei besonderen Perlen.
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