17.09.2020 - 17:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Elf Fragen an Tobias Ackermann (SC Eschenbach)

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Fußballer Tobias Ackermann verrät, warum er nicht Schach spielt. Außerdem erzählt er, welches Ritual er vor einem Spiel pflegt.

Tobias Ackermann ( SC Eschenbach )
von Franz SperlProfil

Eigentlich hätte das prestigeträchtige Derby zwischen den SC Eschenbach und dem TSV Pressath am 29. März über die Bühne gehen sollen, coronabedingt steigt es mit einer fast halbjährigen Verzögerung am Sonntag. Damals wäre Tobias Ackermann vom SCE wohl mit auf dem Platz gestanden, jetzt muss er wegen einer angebrochenen Schulter passen und kann seinen Kollegen nur die Daumen drücken.

Bereits seit zwei Jahrzehnten kickt der fußballbegeisterte 26-jährige Kaminkehrermeister bei seinem Heimatverein, bei dem er sämtliche Nachwuchsmannschaften von den F-Junioren an durchlaufen hat.

In seiner knappen Freizeit beschäftigt sich der defensive Mittelfeldspieler mit Oldtimern. Er schraubt gerne an alten Mopeds oder Motorrädern herum. Sein ganzer Stolz ist aber sein alter Mercedes.

ONETZ: 1. Fußball ist für mich ...

Tobias Ackermann: ... mehr als nur ein Sport, vielmehr eine Leidenschaft seit meiner Kindheit.

ONETZ: 2. Warum sind Sie bei der Sportart Fußball gelandet und nicht beim Schach?

Tobias Ackermann: Das ist tatsächlich eine gute Frage, da mein Opa ein Wirtshaus hatte und dort auch der örtliche Schachverein ansässig war. Eine Bindung dazu hatte ich aber nie. Wahrscheinlich liegt der Hauptgrund in meinem Freundeskreis, von denen jeder Fußball spielte. Selbst in den Schulpausen wurde da immer gekickt.

ONETZ: 3. Welche Fußballregel würden Sie abschaffen, welche fehlt?

Tobias Ackermann: Es handelt sich dabei zwar nicht direkt um eine Regel, aber ich würde gerne die "Schauspielerei" härter bestrafen. Leider gibt es da in den oberen Ligen viele negative Beispiele und das zieht sich bis in die B-Klasse durch. Ich persönlich finde dieses Verhalten äußerst unsportlich.

ONETZ: 4. Ein Erlebnis in Ihrer Karriere, das Ihnen heute noch stinkt...

Tobias Ackermann: ... ist die verpasste Teilnahme an der Relegation in der letzten Saison.

ONETZ: 5. Welches Ritual pflegen Sie vor einem Spiel?

Tobias Ackermann: Bei einem Heimspiel sitze ich in der Kabine immer am gleichen Platz.

ONETZ: 6. An welches Spiel erinnern Sie sich heute noch gerne?

Tobias Ackermann: Das ist definitiv das Spiel gegegen Weiherhammer in der Saison 2014/15. Es war das letzte Spiel in einer schwierigen Kreisligasaison. Am letzten Spieltag konnten wir durch einen Sieg gegen die TSG den Klassenerhalt sichern. Die Party danach bleibt mir unvergessen.

ONETZ: 7. Welchen Zuruf von Zuschauern können Sie überhaupt nicht leiden?

Tobias Ackermann: Grundsätzlich geht mir das Geschimpfe gegen den Schiedsrichter gegen den Strich. Gerade in der Kreisklasse, in der der Schiri auf sich alleine gestellt ist und keine Linienrichter zur Unterstützung hat, kann man nicht erwarten, dass alle Abseitsentscheidungen komplett richtig sind. Natürlich ist das ärgerlich, aber man sollte mehr Verständnis für den Unparteiischen aufbringen. Auch Beschimpfungen unter der Gürtellinie haben auf dem Fußballplatz nichts zu suchen, egal gegen wen sie gerichtet sind.

ONETZ: 8. Mit welchem Vergehen haben Sie die Mannschaftskasse bereichert?

Tobias Ackermann: Immer wieder vergesse ich Sachen in der Kabine. Das passiert mir leider immer noch regelmäßig, zur Freude des Kassenwartes.

ONETZ: 9. Was trauen Sie Ihrem Verein heuer in der Kreisklasse zu?

Tobias Ackermann: Bei vielen Leuten galten wir als einer der Aufstiegsaspiranten. Leider sind wir nicht optimal in die Saison gestartet. Jetzt wollen wir noch das Maximum aus der restlichen Spielzeit herausholen. Welcher Tabellenplatz dabei herauskommt, wird sich zeigen. Zudem mussten sich viele Nachwuchsspieler erst an die Härte im Herrenbereich gewöhnen. Falls das klappt, werden wir nächstes Jahr versuchen, vorne dabei zu sein.

ONETZ: 10. Am nächsten Spieltag geht es für Ihre Mannschaft gegen den TSV Pressath. Wie schätzen Sie Ihren Gegner ein?

Tobias Ackermann: Pressath hat eine gute und junge Mannschaft. Sie sind definitiv nicht leicht zu schlagen. Obwohl die Spiele immer sehr eng waren, sind dabei in den letzten drei Jahren immer wieder verrückte Ergebnisse dabei herausgekommen. Ich denke, dass es ein hart umkämpftes Spiel wird, hoffentlich mit einem Ausgang zu unseren Gunsten.

ONETZ: 11. Was gefällt Ihnen an Ihrem Verein?

Tobias Ackermann: Der SC Eschenbach ist mit seinen sieben Sparten ein großer Verein, trotzdem herrscht hier eine familiäre Atmosphäre. Unser Mannschaft besteht hauptsächlich aus Einheimischen, dabei hat sich in letzter Zeit vieles verändert. Was wir jetzt vor der Brust haben, ist für mich ein sehr interessantes Projekt. Es herrscht eine gute Stimmung im Team und alle wollen dazu beitragen, den Verein wieder zu alter Stärke zurückzuführen.

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