27.01.2019 - 17:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Endlich der erste Saisonsieg für SV Weiden

Wieder einmal ging es dramatisch zu in der Weidener Thermenwelt. Aber diesmal hatten die Wasserballer des SV Weiden das bessere Ende für sich.

Ein hartes Stück Arbeit war der erste Zwei-Punkte-Erfolg der Weidener Wasserballer. Beim 13:10 gegen den SC Wedding Berlin zeigte die Mannschaft einmal mehr große Moral.
von Autor PRGProfil

Was die Spannung anbetrifft, kann man den Wasserballern des Schwimmvereins nichts vorwerfen. Nach mehreren vergeblichen Anläufen gab es am Samstagabend nun endlich den ersten Saisonsieg. Mit 13:10 gegen SC Wedding Berlin brachten die Mannschaft von Trainer Thomas Aigner den ersten Zwei-Punkte-Erfolg unter Dach und Fach.

Die Mannen um den Kapitän Thomas Kick starteten sehr konzentriert und voller Leidenschaft in die Partie. Die Gäste aus der Bundeshauptstadt schienen große Probleme mit den schnellen Angriffen der Hausherren zu haben, gingen aggressiv zur Sache und zahlten mit zehn Wasserverweisen allein im ersten Viertel einen hohen Preis für ihre harte Linie. Die Weidener spielten ihre Überzahlsituationen zwar besser aus als in den vergangenen Partien und führten zur ersten Pause mit 5:2. Aber die Torausbeute war immer noch nicht ganz optimal.

Überzahl nicht genutzt

Gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts eröffnete sich für die Oberpfälzer die große Chance, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Nach einer, als Tätlichkeit eingestuften Aktion wurde ein Berliner des Wassers verwiesen, zudem gab es noch einen Strafwurf und vier Minuten Überzahl für die Weidener. Den Strafwurf verwandelte Jakob Ströll, aus der Überzahlzeit konnten die Aigner-Schützlinge allerdings gar kein Kapital schlagen. Die vier Minuten endeten 1:1. Die Berliner schafften es sogar, nach ihrer Unterzahlphase sogar auf 7:5 zur Halbzeit zu verkürzen.

Als die Gäste direkt nach dem Seitenwechsel zum 7:6 trafen und kurze Zeit später sogar den Ausgleich erzielten, drohte das Spiel endgültig zu kippen. Doch die Zuschauer gaben ihre SV-ler genau so wenig auf wie Trainer Aigner. Nachdem er eine taktische Auszeit nutzte, um sein Team zu mobilisieren, peitschten die Fans die Max-Reger-Städter lautstark nach vorne. Weiden ging nun wieder konzentrierter zu Werke und durch durch Marek Janecek mit 8:7 in Führung.

Gleich zu Beginn des Schlussabschnittes war es wieder Janecek, der in Überzahl einlochte (9:7), ehe der Weidener Youngster Robert Reichert auf 10:7 erhöhte. Als Berlin auf 10:9 herankam, konterte Janecek zum 11:9. Knapp eine Minute vor Schluss hieß es 11:10 und das Zittern begann. Als Philipp Sertl bei seinem Comeback auf 12:10 erhöhte, war dies die Vorentscheidung. In der turbulenten Schlussphase sorgte Trottmann für den Endstand.

Moral stimmt

"Wir haben bereits im ersten Viertel zu wenig aus der Schwächephase des Gegners gemacht. Nach dem Wasserverweis müssen wir in Überzahl aber das Spiel entscheiden", lautete das Fazit von Aigner. ". Um so mehr muss ich aber die Moral der Mannschaft unterstreichen. Wie sie nach dem Gleichstand wieder zurückgekommen ist, war Klasse."

Nächste Woche erwartet die Weidener zwei schwere Auswärtsspiele. Am Samstag gastieren sie beim Tabellenführer White Sharks Hannover, am Tag darauf geht es zum Tabellennachbarn Rhenania Köln. Mit einem Sieg in Köln könnte der Schwimmverein die Rote Laterne abgeben, was wichtig für die Abstiegsrunde wäre.

Statistik

SV Weiden - SC Wedding 13:10 (5:2, 2:3, 1:2, 5:3)

SV Weiden: Kreiner im Tor, Widiker, Glaß, Trottmann (2 Tore), Kick (1), Reichert, Ströll (2), Reichert (2), Janecek (3), Jahn, Ryder (1), Schäfer (1) und Sertl (1) - Wasserverweise:Weiden 15, Berlin 17 + Spielzeitstrafe + Spielzeitstrafe mit Strafwurf und 4 Minuten - Zuschauer:90 - Spieler des Tages:Robert Reichert (Weiden)

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