15.11.2018 - 17:10 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Erster Sieg in Schweinfurt fällig

Weidener Zweitligakegler fahren optimistisch in die Kugellagerstadt - Heitzer fehlt

von Norbert DietlProfil

(otr) Am letzten Hinrundenspieltag der 2. Bundesliga Nord-Mitte reist der SKC Gut Holz SpVgg Weiden nach Unterfranken. Der Tabellendritte aus der Oberpfalz ist am Samstag (15 Uhr) bei dem nur einen Punkt von einem Abstiegsplatz entfernten ESV Schweinfurt zu Gast.

Wenn nicht jetzt, wann dann! Dieser Spruch bekommt für die Kegler des SKC aus Weiden besondere Bedeutung, denn bisher konnten die Weidener in Schweinfurt noch nie gewinnen. 6:2, 6:2 und 7:1 ging es in den letzten drei Jahren nicht nur immer zugunsten der Unterfranken aus, auch von Holzzahlen her dominierte die Truppe aus der Kugellagerstadt stets deutlich. In dieser Saison läuft es allerdings etwas anders. Weiden steht auf einem ausgezeichneten dritten Tabellenplatz und hat sich nach einem zugegeben verpatzten Saisonstart mit teilweise herausragenden Ergebnissen den Respekt der gegnerischen Mannschaften erarbeitet. So auch am letzten Wochenende, als der stark aufspielende Aufsteiger Gut Holz Zeil die Wasserwerk-Kegler zu einer neuen Saisonbestleistung von 3593 Holz trieb. Dank der erstligareifen Ergebnisse von Markus Schanderl (656) und Manuel Donhauser (650) lieferte Weiden wieder einen überzeugenden Sieg ab. Dass es diesmal mit einem Erfolg in Schweinfurt etwas werden könnte, diese Hoffnung ist in der eigenen Stärke der Weidener und den in dieser Saison eher durchwachsenen Ergebnissen der Schweinfurter begründet.

Weiden hat zwei seiner vier Auswärtsspiele gewonnen, Scheinfurt konnte auf eigener Bahn nur drei von acht möglichen Punkten eingefahren. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass die Lücke zwischen dem Schweinfurter Spitzenspieler Holger Hubert (Heimschnitt 596 Holz, Auswärtsschnitt 606 Holz) und dem Rest der Mannschaft einfach zu groß ist. Dass Manuel Büttner und Christian Rennert zu ihren Heimatvereinen Herschfeld (Bayernliga) und Breitengüßbach (1. Bundesliga) zurückgekehrt sind, hat in das Schweinfurter Mannschaftsgefüge einfach ein zu großes Loch gerissen. Einen Spieler von der Klasse eines Christian Rennert, der in Deutschland im „Club der 700er“ gelistet wird, kann man einfach nicht ersetzen. Da war bei den Gästen aus der Oberpfalz der Weggang von Michael Gesierich (SC Regensburg) und Thomas Immer (RW Hirschau) wohl schon eher zu verkraften. Mehr als respektabel der Auswärtsschnitt von Manuel Donhauser (594) und Markus Schanderl (589).

Nun muss sich zeigen, ob die Weidener ihre eigenen Erwartungen am Samstag in Schweinfurt erfüllen können. Der Tabellenstand und die Schnittlisten jeweils im direkten Vergleich mit dem ESV Schweinfurt lassen den Optimismus jedenfalls durchaus gerechtfertigt erscheinen. Mit einem Sieg in Schweinfurt würde man die Auswärtspunkte der letzten Saison (6) jedenfalls schon zur Halbzeit einstellen. Zu Markus Schanderl, Manuel Donhauser, Thomas Schmidt, David Junek und Kapitän Dennis Greupner kommen Simon Wilde und Stefan Schmucker ins Aufgebot. Sie sollen den fehlenden Stefan Heitzer ersetzen, wobei der allerdings mit einem Schnitt von 604,5 Holz der derzeit auswärtsstärkste Weidener Spieler ist.

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