15.09.2018 - 00:04 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Erstes Drittel verschlafen

Die Blue Devils kommen am Freitagabend gegen die Saale Bulls Halle nach einem frühen 0:3-Rückstand nur noch auf 2:3 heran.

Die Blue Devils unterlagen am Freitagabend den Saale Bulls Halle mit 2:3. Hier setzt sich Kevin Kroschinski energisch gegen Johannes Ehemann ein.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

(gb) Nach dem 5:2 in Erfurt und dem 5:6 nach Penaltyschießen gegen Leipzig stand am Freitagabend das nächste Duell mit einem Nord-Oberligisten auf dem Programm. Dabei zogen die Blue Devils gegen die Saale Bulls Halle mit 2:3 (1:3, 0:0, 1:0) den Kürzeren. "Im ersten Drittel haben wir geschlafen, im zweiten und dritten waren wir besser", beschrieb der Weidener Cheftrainer Ken Latta das aus seiner Sicht "typische Vorbereitungsspiel".

Auch Heinisch fehlt

Bei den Blue Devils fehlte neben den verletzten Marcel Waldowsky und Lukas Zellner auch der erkrankte Martin Heinisch. "Diese drei Spieler sind nur schwer zu ersetzen", sagte Latta. Die jungen Spieler hätten zwar gekämpft und alles versucht, aber es fehle einfach die Erfahrung. "Aber wir haben uns diesen Weg mit den einheimischen Leuten ausgesucht."

Doch auch die Saale Bulls waren nicht komplett, unter anderem fehlten der Kanadier Nathan Robinson und der Ex-Selber Herbert Geisberger. Dennoch dominierte der letztjährige "Vize" der Oberliga Nord, der vergangenen Sonntag bei den Selber Wölfen mit 4:3 gewonnen hatte, von Beginn an klar das Geschehen. Bei Weiden lief dagegen in den ersten 20 Minuten überhaupt nichts zusammen: In der Defensive fehlte jegliche Ordnung und offensiv blieb jeder Versuch schon im Ansatz stecken.

"Voll neben der Kappe"

"Im ersten Drittel waren wir voll neben der Kappe", gab Latta zu. Die erste ernsthafte Möglichkeit der Blue Devils hatte Philipp Siller, doch da stand es durch Tore von Jan Niklas Pietsch (3. Minute), Eric Wunderlich (7.) und Tim May (13.) schon 3:0 für die Gäste aus Sachsen-Anhalt. Ken Latta nahm nach dem dritten Gegentor eine Auszeit, um seine Spieler aufzuwecken. Bis zum Drittelende reichte es wenigstens zum Anschlusstreffer durch den Kanadier Matt Abercrombie (16.).

Im zweiten Abschnitt kamen die Weidener besser ins Spiel, auch aufgrund vieler Strafzeiten der Gäste. Doch die Blau-Weißen konnten kein Kapital daraus schlagen. Nicht einmal, als sie eineinhalb Minuten sogar mit zwei Mann mehr auf dem Eis standen. Es fehlte das Kombinationsspiel, die Devils verstrickten sich meist in Einzelaktionen. Der Einsatz ist den Akteuren aber nicht abzusprechen. Auch im Schlussdrittel versuchten sie alles, das Blatt noch zu wenden. Doch das 2:3 durch Christian Ouellet (55.) fiel zu spät.

Am Sonntag in Halle

Die Blue Devils bekommen schnell die Chance zur Revanche. Das Rückspiel gegen die Saale Bulls steigt am Sonntag um 18.15 Uhr in Halle.

Blue Devils Weiden - Saale Bulls Halle 2:3 (1:3, 0:0, 1:0)

Blue Devils Weiden: Wiedemann – Herbst, Schreyer, Willaschek, Bäumler, Schusser, Deichstetter, Lehner, Voigt – Kroschinski, Habermann, Wolf, Kirchberger, Jüngst, Abercrombie, Pronath, Siller, Ouellet, Noe

Saale Bulls Halle: Schrörs – Pietsch, Walkowiak, Schön, Miethling, Wunderlich, Gerstung – Ehemann, Striepeke, Zille, Schaludek, Burns, May, Stöber, Mosienko, Spöttel

Tore: 0:1 (3.) Pietsch (Stöber, Ehemann), 0:2 (7.) Wunderlich (Mosienko, Spöttel), 0:3 (13.) May (Ehemann, Gerstung), 1:3 (16.) Abercrombie (Habermann, Quellet), 2:3 (55.) Ouellet (Abercrombie, Habermann) – SR: Erdle – Zuschauer: 482 – Strafminuten: Weiden 8, Halle 16

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