Weiden in der Oberpfalz
25.08.2026 - 09:54 Uhr

Fehlpass-Podcast: Abbruch, Absagen, Abhängigkeit

Verletzungen, Urlaub und Co. – die Saison ist noch jung, aber schon gibt es eine erste Spielabsagen-Welle. In der Kreisliga Süd musste ein Spiel abgebrochen werden. Und in der Kreisliga West ist eine große Abhängigkeit festzustellen.

In der neuen Fehlpass-Folge geht es unter anderem um einen Abbruch, mehrere Absagen und eine (offenbar) absurde Abhängigkeit. Bild: Franka Eichl
In der neuen Fehlpass-Folge geht es unter anderem um einen Abbruch, mehrere Absagen und eine (offenbar) absurde Abhängigkeit.

Dass ein Fußballspiel abgesagt werden muss, kann mitunter sehr außergewöhnliche Gründe haben. Absoluten Legendenstatus dürfte dabei die oberbayerische Bezirksligapartie des 1. FC Garmisch-Partenkirchen gegen Penzberg aus dem Jahr 2017 haben: Die wurde „aus Sicherheitsgründen abgesagt“ – weil mal wieder Füchse ihren Kot auf dem Garmischer Rasenplatz hinterlassen hatten, wie es heute noch im Internet zu lesen ist. Ein Ausweichen auf den Kunstrasenplatz sei wegen der „Nähe zum Hauptplatz und der Gefahr des immer wieder kursierenden Fuchsbandwurms“ nicht möglich gewesen, heißt es in den Berichten weiter. Für den gegnerischen Trainer hatte die ganze Sache einen „faden Beigeschmack“. Die Absage sei den Garmischern gerade recht gekommen, meinte der Coach. Der Verein habe die Partie eh verlegen wollen, da zwei Spieler am Tag vor dem Spiel auf einer Hochzeit eingeladen seien. Auf einen Ausweichtermin habe man sich nicht einigen können.

So spektakulär war die Absage des Kreisligaspiels des TuS Rosenberg gegen den VfB Rothenstadt natürlich nicht. Der Grund für das ausgefallene Spiel war ganz banal: Die Rothenstädter hatten an dem Tag zu wenig Spieler. Einer Verlegung des Spiels stimmten die Rosenberger nicht zu, weil es dann unter der Woche hätte stattfinden müssen. Davon sei man kein Fan, hieß es als Begründung.

Die Rothenstädter waren an diesem Wochenende allerdings kein Einzelfall. Gleich mehrere Teams traten ihre Partie nicht an. Für diese frühe Phase der Saison ist das dann schon wieder außergewöhnlich.

Ebenfalls alles andere als gewöhnlich ist bisher die Spielzeit der DJK Dürnsricht-Wolfring. Nach vier Spielen hatte die Mannschaft zwölf Punkte. 3:2, 6:1, 9:1 und 4:2 lauteten die Siege. Machte 22 geschossene Tore. An 17 dieser 22 Tore war Spielertrainer Sebastian Bauer direkt beteiligt. Am fünften Spieltag verletzte sich Bauer, das Spiel endete 1:1. Und nun – im ersten Spiel ganz ohne ihren Torjäger – verlor die DJK mit 0:6 in Schmidgaden. Die Dürnsrichter scheinen offenbar stark abhängig von ihrem Spielertrainer zu sein. In dieser Ausprägung ist das jedenfalls außergewöhnlich – ganz ohne Fuchskot.

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