Der Fußball und das ist ja das Schöne daran, liefert beständig Gesprächsstoff. Zum Beispiel das Champions-League-Viertelfinale zwischen den Bayern und Real Madrid. Da gab’s ja mehrere umstrittene Szenen, und mittendrin immer der Schiedsrichter. Die Bayernfans fühlten sich benachteiligt, sahen zwei irreguläre Tore. Die Fans der Königlichen aus Madrid fühlten sich benachteiligt, gaben dem Schiri die Schuld, das Spiel zugunsten der Münchener per Platzverweis entschieden zu haben. Sie vermissten in dieser Szene das sogenannte Fingerspitzengefühl beim Unparteiischen. Am Ende haben alle – die Bayernfans, die Realfans – tagelang über das Spiel und diese Situationen diskutiert.
Das Schöne am Fußball ist aber auch, dass man auch über das Geschehen neben dem Platz wunderbar debattieren kann. Etwa über das pinke Teletubby-Outfit vom verletzten Bayernspieler Lennart Karl beim Sieg seiner Mannschaft gegen Real. Oder über Bundestrainer Julian Nagelsmann, der nach dem letzten Länderspiel seinen Spieler Deniz Undav in einem TV-Interview schlechtredete – nachdem dieser den Sieg des Nagelsmann-Teams gerettet hatte. Dafür hat sich der Bundestrainer nun übrigens entschuldigt – auf Bitte seiner Ehefrau, wie Nagelsmann in einem anderen Interview zugab. Okay, das führt jetzt auch nicht unbedingt dazu, dass die Diskussionen über ihn weniger werden. Denn den Job als Bundestrainer, da sind wir Deutschen ja ausnahmsweise mal einig, könnte man selbst ja auch machen.
Beim Job als Schiedsrichter ist das dagegen nicht der Fall. Dieser ist nicht so einfach. Das hat man zuletzt nicht nur in der Champions League gemerkt, sondern am Wochenende auch beim Bezirksliga-Spitzenspiel zwischen dem FC Amberg und dem SV Hahnbach. Auch da gab es mehrere strittige Szenen, die alle zugunsten der Amberger gepfiffen wurden. Zuerst war es ein Tor der Hahnbacher, das nicht gegeben wurde, dann ein umstrittener Elfmeter, den der FCA bekam. Und dazwischen ein Foulspiel eines Ambergers, der dafür eine Zehn-Minuten-Strafe erhielt. Die Hahnbacher hatten einen Platzverweis gefordert, es war ihnen in dieser Situation offenbar zu viel Fingerspitzengefühl des Schiris.

















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