Seit seinem Wechsel zum FC Liverpool hat es der deutsche Nationalspieler Florian Wirtz nicht leicht. Weil er zu wenig Vorlagen gibt und zu wenig Tore macht, machen sich die englischen Fans im Netz über ihn lustig. Die meinungsstarken Experten auf der Insel zerreißen ihn gar förmlich in der Luft. Und wenn der arme Wirtz dann doch mal ein Tor schießt, dann wird es ihm auch noch genommen – weil der Treffer von der Liga offiziell als Eigentor gewertet wird. Zweimal ist ihm das inzwischen schon passiert.
Dafür hätte Wirtz nicht nach England wechseln müssen. Im Oberpfälzer Amateurfußball kommt so was immer wieder vor – wenn auch in einer etwas anderen Form. Es ist nämlich keine Seltenheit, dass die Schiedsrichter einen falschen Torschützen in ihrem Spielbericht eintragen. Dann steht da plötzlich halt der falsche Name ganz prominent auf der BFV-Homepage oder in der App.
Für die Mannschaft ist das natürlich ein Grund zum Spaßen, um den armen Mitspieler aufzuziehen, dem ein Treffer geklaut wurde. Für diejenigen, denen das Tor offiziell genommen wurde, ist das natürlich blöd. Gerade wenn es darum geht, möglichst weit vorne in der Torjägerliste der Liga (und der internen Torjägerliste in der Mannschaft) zu stehen. Und es gibt ja auch Spieler, die nicht so oft ein Tor schießen – für die ist es dann freilich noch bitterer, wenn sie dann doch mal eins machen, es aber nicht in der Statistik auftaucht.
Sowohl in meinem Team als auch bei der A-Jugendmannschaft, die Kollege Schecklmann trainiert, ist das am vergangenen Wochenende geschehen. Aus diesem Grund hat das Fehlpass-Team eine wichtige Frage: Lieber BFV, kann man das noch nachträglich ändern?

















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