Weiden in der Oberpfalz
24.04.2026 - 21:08 Uhr

Fight der SpVgg SV Weiden mit Punktgewinn gegen Spitzenreiter SC Eltersdorf belohnt

Die SpVgg SV Weiden hat am Freitagabend den Spitzenreiter mächtig geärgert. In einem packenden Schlagabtausch trotzt die Wasserwerkelf dem SC Eltersdorf in der Bayernliga Nord hochverdient ein Unentschieden ab.

Adrian Hoti (links) klärt eine Eltersdorfer Flanke: Die SpVgg SV Weiden trotzte dem Bayernliga-Tabellenführer ein torloses Unentschieden ab. Bild: Büttner
Adrian Hoti (links) klärt eine Eltersdorfer Flanke: Die SpVgg SV Weiden trotzte dem Bayernliga-Tabellenführer ein torloses Unentschieden ab.

Das Hinrundenspiel der Fußball-Bayernliga Nord beim SC Eltersdorf hatte die SpVgg SV Weiden glatt mit 0:4 verloren. Für diese klare Niederlage wollten sich die Schwarz-Blauen am Freitagabend nachträglich revanchieren. SpVgg-SV-Trainer Michael Riester hatte dem Spitzenreiter im Vorfeld energische Gegenwehr angekündigt. "Eltersdorf braucht einen Sahnetag, um uns zu schlagen", lautete die Kampfansage an die Mittelfranken. Und seine Mannschaft löste das Versprechen ein: Zwar durften die rund 1000 Zuschauer keinen Sieg bejubeln, aber mit einer grandiosen kämpferischen Leistung blieb beim 0:0 zumindest ein Punkt im Sparda-Bank-Stadion.

Gegenüber der Startformation beim 2:1-Sieg am Dienstag in Neumarkt nahm Riester eine Änderung vor. Der dort frühzeitig nach einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler ausgewechselte Kapitän und Innenverteidiger Felix Behnke stand trotz ärztlicher Entwarnung vorsorglich nicht im Kader. Für ihn rückte mit Jahi Sylejmani ein weiterer Stürmer neben Josef Rodler und Christoph Fenninger in die Anfangself – ein Signal dafür, dass Weiden dem Spitzenreiter mit Offensivpower begegnen wollte.

Dass der Aufstiegsanwärter Nummer eins die Partie bei den formstarken Weidenern nicht auf die leichte Schulter nahm, zeigte sich bereits in der Anfangsphase. Immer eng am Gegenspieler versuchten die Mittelfranken das Kombinationsspiel der Schwarz-Blauen bereits im Keim zu ersticken, was auch in der ersten Viertelstunde gelang. Dann bot sich den Gastgebern aber binnen 120 Sekunden die doppelte Chance zur Führung. Zunächst landete ein Kopfball von Christoph Fenninger knapp über dem Gästegehäuse (15.). Wenig später versuchte es Paul Brand aus 30 Meter, seinem fulminanten Schuss stand nur die Querstange im Weg (17.).

Von Glück reden konnte der Tabellenführer, dass er ab der 27. Minute nicht mit zehn Mann weiterspielen musste. Ohne Not und Ball mähte SC-Stürmer Yannick Sassmann den Weidener Innenverteidiger Christoph Sibler an der Seitenlinie regelrecht um – Schiedsrichter Steffen Ehwald ließ Gnade vor Recht walten und zückte lediglich Gelb. Die bereits früh am Weidener Strafraum attackierenden Gäste legten zwar permanent den Vorwärtsgang, eine klare Möglichkeit gegen die entschlossen verteidigende Weidener Defensive konnten sie sich aber bis zur Halbzeit nicht erarbeiten.

Die Suche nach einer Lücke im gegnerischen Abwehrverbund ging auch nach dem Wechsel hüben wie drüben mit hoher Intensität weiter. Der gerade erst eingewechselte Patryk Bytomski hatte die Weidener Führung auf den Schlappen, sein Schuss verfehlte das gegnerische Tor aber um Zentimeter (60.). Eltersdorf wollte sich mit einem Remis nicht zufriedengeben, nahm mit Jassmann seinen kurz vor einem Platzverweis stehenden gefährlichsten Angreifer (11 Saisontore) vom Platz. Aber alle Versuche, die Weidener Defensive in Verlegenheit zu bringen, fruchteten nicht. Am Ende stand ein für die Gastgeber hochverdientes 0:0 auf der Anzeigetafel.

SpVgg SV Weiden: Bartl, Brand, Hoti, Sibler, Lang, Ruda (79. Bauer), Schaller, Zeitler, Sylejmani (59. Bytomski), Fenninger, Rodler (88. Hügel)

SC Eltersdorf: Hofmann, Strobel (74. Sommer), Ort, Renner, Karmann, Marx, Rippert, Akimoto, Sengül (7. Fischer), Jassmann (68. Stark), Göbhardt

SR: Steffen Ehwald – Zuschauer: 1022

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.