10.10.2018 - 15:31 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Florian Rupprecht: "Es ist cool, oben mitzuspielen"

Die SpVgg SV Weiden ist in der Landesliga Mitte auf Platz drei vorgerückt. Nun folgen die Wochen der Wahrheit mit Duellen gegen die anderen Spitzenteams. Die große Frage lautet: Besteht Schwarz-Blau die dreiteilige Reifeprüfung?

Einsatzfreudig und kampfstark: Florian Rupprecht (rechts) so, wie man ihn kennt. Der SpVgg-SV-Kapitän glaubt fest daran, dass seine Mannschaft am Samstag nicht ohne Punkte vom Gastspiel beim Spitzenreiter SV Donaustauf zurückkehrt.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Weiden. (af) Einer, der die Frage bejaht, ist Florian Rupprecht. „Ich habe ein gutes Gefühl“, sagt der SpVgg-SV-Kapitän vor dem Schlager beim Tabellenführer SV Donaustauf am Samstag. Unmittelbar darauf folgen die nächsten Schlager mit den Heimspielen gegen den zweitplatzierten SV Cham und den Tabellenvierten FC Sturm Hauzenberg.

ONETZ: Hallo Herr Rupprecht, nach dem erneuten Heimsieg gegen den SV Fortuna Regensburg ist die SpVgg SV Weiden zu Hause weiter ungeschlagen. Wir brauchen wohl nicht zu fragen, wo Sie aktuell lieber spielen – daheim oder auswärts?

Florian Rupprecht: Ganz klar, natürlich zu Hause mit unseren Fans im Rücken. Wir haben in dieser Saison im eigenen Stadion noch kein Spiel verloren, und das soll noch möglichst lange so bleiben. Wieso es hier besser läuft als auswärts, ist schwer zu sagen. Wir stehen hinten sehr sicher und machen vorne dann das Tor.

ONETZ: Leider muss Ihre Mannschaft am Samstag aber auf des Gegners Platz antreten. Noch dazu beim souveränen Spitzenreiter SV Donaustauf, der zu Hause noch keinen Punkt abgegeben hat. Wie schwer wird die Aufgabe?

Rupprecht: Donaustauf ist sicherlich eine sehr spielstarke Mannschaft. Wir werden das Spiel vermutlich so wie beim 0:0 in Bad Kötzting angehen, also aus einer kompakten Defensive heraus. Ich glaube schon, dass wir in der Lage sind, in Donaustauf etwas zu holen.

ONETZ: Der SV Donaustauf ist bislang seiner Rolle als Titelmitfavorit vollauf gerecht geworden, hat bislang erst eine Saisonniederlage kassiert. Wo liegen die Stärken des Gegners?

Rupprecht: Natürlich schaut man in den Statistiken, welche Spieler des Gegners Tore schießen, wer von denen stark ist. Aber die genaue Info kommt letztlich von unserem Trainer. Er sieht sich Spiele der Gegner an und gibt dann die taktische Einstellung vor. Unsere Aufgabe ist es, die Anweisungen umzusetzen. Das wird auch gegen Donaustauf so sein.

ONETZ: Ihre Mannschaft hat auswärts in 7 Spielen bereits 16 Gegentreffer gefangen. Wieso scheint die Weidener Defensive auf fremden Plätzen anfällig, während im Sparda-Bank-Stadion regelmäßig die Null steht?

Rupprecht: Natürlich haben wir die Zahl der Gegentore auswärts auch hinterfragt. Gerade vor dem letzten Auswärtsspiel in Bad Kötzting haben wir intensiv darüber gesprochen. Die Vorgabe, zunächst hinten abzusichern, sicher zu stehen und zu schauen, was der Gegner macht, haben wir recht gut umgesetzt. Für uns muss es in jeder Partie darum gehen, über den Einsatz zum Spiel zu finden. Das klappt aktuell ganz gut.

ONETZ: Vor der Saison hat die SpVgg SV den Kader deutlich verjüngt. Ob die Mannschaft vorne mitspielen kann, schien vielen fraglich. Was sind die Gründe, dass man als Tabellendritter Sichtweite zumindest auf Rang zwei hat?

Rupprecht: Die Jungs sind alle vom Charakter her top. Die Jüngeren geben wahnsinnig viel Gas im Training, sie lassen sich aber von den Älteren auch etwas sagen. Und der Zusammenhalt bei uns ist groß, das ist sicherlich ein wichtiger Faktor, um erfolgreich zu sein.

ONETZ: Und wo würden Sie die Defizite sehen, an denen die Mannschaft noch zu arbeiten hat?

Rupprecht: Da fällt mir eigentlich nur eine Sache ein: Wir benötigen einfach zu viele Chancen, um das erste Tor zu schießen. Ich würde mir mehr Kaltschnäuzigkeit wünschen, dass wir mal gleich die erste Hundertprozentige reinmachen. Sonst gibt es wenig zu bemängeln.

ONETZ: Könnte die geringe Tiefe des Kaders zu einem Problem werden? Nachdem Spieler wie Matthias Heinl oder Bastian Strehl verletzt sind, Florian Reich aus disziplinarischen Gründen aktuell keine Berücksichtigung findet und Dominik Huber sich verabschiedet hat, wurde zuletzt sogar Michael Riester reaktiviert und eingewechselt ...

Rupprecht: Wenn sich noch zwei, drei Spieler verletzen sollten, wird es ganz eng. Da sollte bis zur Winterpause nichts mehr passieren. Insgesamt wird es schon schwierig, mit dem aktuellen Kader die gesamte Saison über die Runden zu kommen. Aber das wissen auch die Verantwortlichen.

ONETZ: Sie haben im Abstiegsjahr als Innenverteidiger agiert. Jetzt sind sie im defensiven Mittelfeld unterwegs. Eine Rolle, die Ihnen mehr zugesagt?

Rupprecht: Meine Lieblingsposition ist im zentralen Mittelfeld, auf der Sechs. Da fühle ich mich wohler, weil ich mehr beeinflussen kann. Aber grundsätzlich spiele ich dort, wo mich der Trainer hinstellt, und das, was er von mir verlangt.

ONETZ: Nach der Partie gegen Donaustauf warten weitere Spitzenspiele. Zunächst kommt der ASV Cham ans Wasserwerk, dann gastiert zum Rückrundenauftakt Sturm Hauzenberg. Wo steht die SpVgg SV Ende Oktober?

Rupprecht: Sechs Punkte aus den nächsten drei Spielen wären optimal. Vielleicht springt aber auch mehr heraus. Ich habe ein gutes Gefühl. Es ist für jeden Fußballer cool, oben mitzuspielen. Wir wollen so lange wie möglich dranbleiben. Und wenn am Saisonende dann zum Beispiel die Relegation herausspringt, nehmen wir die natürlich gerne mit.

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