Der Ligapokal wird hinten angestellt, erste Priorität haben bis auf Weiteres die Punktspiele – das ist das Ergebnis einer Videokonferenz, bei der am Sonntagabend Bezirksspielleiter Christian Wolfram, Bezirksvorsitzender Thomas Graml sowie die Kreisspielleiter Albert Kellner, Ludwig Held und Rupert Karl die aktuelle Situation des Spielbetriebs analysierten und notwendige Anpassungen besprachen.
"Wir haben vor dem Re-Start immer betont, dass die Meisterschaft absoluten Vorrang vor dem Ligapokal hat", schrieb Wolfram am Dienstag in einem Mail an alle Bezirksligavereine. "Wir müssen alles daransetzen, die Saison 2019/20 bis Ende Mai 2021 zu beenden, um anschließend wieder in einen gewohnten Rhythmus übergehen zu können." Laut Wolfram haben sich die Hoffnungen Mitte des Jahres, dass sich die Situation der Pandemie zum Jahresende hin entspannt, nicht erfüllt. "Die Pandemie wird uns wohl noch bis weit in das nächste Jahr begleiten. Daher müssen wir mit unseren Planungen für den Spielbetrieb flexibel umgehen", betont der Bezirksspielleiter.
Sowohl in der Bezirksliga Nord als auch Süd haben sich demnach zuletzt zahlreiche Spielausfälle angesammelt. Geschuldet sind diese nicht nur dem Coronavirus, sondern auch Ansetzungen im Toto-Pokal. "Die Gesundheit aller Beteiligten hat selbstverständlich Vorrang", erklärt Wolfram. Deshalb werde es auch in den kommenden Wochen weiterhin Spielabsagen aufgrund von Corona-Verdachtsfällen und bestätigten Fällen geben, was aber zu Änderungen bei den ursprünglichen Terminplanungen führe.
Ursprünglich war vorgesehen, dass die Bezirksligen zunächst sechs Meisterschafts-Wochenenden absolvieren, gefolgt von drei Spieltagen des Ligapokals und anschließend – soweit witterungsbedingt noch möglich – den Nachholspielen. "Aufgrund der Entwicklung der letzten Wochen sehen wir nun die Notwendigkeit, um nachzujustieren", teilt Wolfram mit. Nun sollen im Anschluss an die sechs regulären Spieltage noch in 2020 so viele Nachholspiele wie möglich absolviert werden, dafür werde der Ligapokal nach hinten verschoben. Vereine, die nicht von Nachholspielen betroffen sind, können stattdessen in den Ligapokal einsteigen, um nicht mehrere Wochen spielfrei zu sein. In der Winterpause soll dann neu bewertet werden, ob am Ligapokal weitere Kürzungen vorgenommen werden.
Wolfram wird die Spielabsagen des kommenden Wochenendes abwarten und dann die Ansetzungen der Nachholspiele ab 31. Oktober bekanntgeben. In der nächsten Woche soll eine Videokonferenz für die Bezirksligisten folgen.
Sollte ein Verein aufgrund der aktuellen Corona-Situation nicht mehr am Ligapokal teilnehmen wollen, so muss er dies dem jeweiligen Spielleiter zwingend vor dem ersten Ligapokalspiel mitteilen. Nur dann ist ein kostenfreier Rückzug möglich. Dies gilt auch für den Ligapokal auf Kreisebene. Welche Änderungen sich im Spielbetrieb der Fußballkreise bezüglich Nachholspielen ergeben, wollen die zuständigen Kreisspielleiter zeitnah bekanntgeben. In jedem Kreis ist ebenfalls eine Videokonferenz geplant.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.