08.11.2018 - 21:31 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Es geht nur mit Kampf bei den Blue Devils

Nur 4 Siege in 14 Spielen, 13 Punkte, Platz 10 in der Oberliga Süd: Die Zwischenbilanz der Blue Devils fällt nach knapp der Hälfte der Hauptrunde durchwachsen aus. Das Ziel bleibt das Erreichen der Meisterrunde.

Goalie Daniel Filimonow ist einer der besten Spieler der Blue Devils im bisherigen Saisonverlauf. Nach 14 Spielen liegen die Weidener in der Oberliga Süd auf Platz zehn.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Weiden.(gb) Im Frühjahr hing der Erhalt des Oberliga-Standorts Weiden am seidenen Faden. Die erfolgreiche Crowdfunding-Aktion brachte die Rettung, es folgte die Gründung der Spielbetriebs-GmbH. "Wir stehen im Prinzip vor einem Neubeginn. Der finanzielle Rahmen ist begrenzt, auch deshalb arbeiten wir mit vielen jungen Leuten", dämpfte Trainer Ken Latta vor Saisonbeginn die Erwartungen. Der Kanadier sollte Recht behalten: In den bisherigen 14 Spielen gab es Licht, aber auch viel Schatten.

Deshalb blickt auch Thomas Siller, der Geschäftsführer der GmbH, mit gemischten Gefühlen auf den ersten Saisonabschnitt zurück. Voll des Lobes ist Siller über die Phase mit den vier Spielen gegen den EV Landshut (1:2 n. V.), beim EV Lindau (3:1), gegen den SC Riessersee (4:3 n. P.) und vor allem im Derby gegen die Selber Wölfe (2:1). "Da hat man gesehen, dass Potenzial da ist. Da hat die Mannschaft begeisterndes Eishockey gespielt. Gegen Garmisch und Selb ist der Funke vom Eis auf die Zuschauer übergesprungen", schwärmt Siller. Gerade das mit 2400 Besuchern fast ausverkaufte Derby gegen Selb hat gezeigt, was stimmungsmäßig in Weiden nach wie vor möglich ist. Und auch, dass die Fans Leistungen wie unmittelbar zuvor gegen Landshut und Garmisch honorieren.

Zuletzt vier Niederlagen

"Das Problem ist, dass wir diese Form nicht konservieren konnten", bedauert Siller. Dem Sieg gegen Selb folgten vier Niederlagen und damit herrscht in Weiden während der Länderspielpause Katerstimmung. Negativerlebnisse hatte es auch schon in der ersten Saisonphase gegeben und es wurde immer wieder eines deutlich: Es geht nur mit hundertprozentigem Kampf, nur spielerisch geht für die Blue Devils auch gegen Teams auf Augenhöhe nichts. "Ohne Tempo, Kampf und Laufbereitschaft können wir nicht erfolgreich sein", sagt deshalb auch der Geschäftsführer.

"Das geht an die Substanz"

Bei der Ursachenforschung sieht Siller neben den verletzungsbedingten Ausfällen von Marcel Waldowsky, Lukas Zellner und Adam Schusser "die Überlastung des dünnen Kaders" als möglichen Grund für die schwankenden Leistungen. "Etwa zehn Spieler sind ständig in Überzahl, Unterzahl und bei fünf gegen fünf auf dem Eis. Das geht an die Substanz."

Besonders positiv machten bisher Goalie Daniel Filimonow, der pfeilschnelle Außenstürmer Philipp Siller und der erst 17-jährige Verteidiger Valentin Bäumler auf sich aufmerksam. Als Topscorer glänzt der Kanadier Matt Abercrombie mit 21 Punkten (9 Tore, 12 Assists). Erfreulich ist das Powerplay, hier liegen die Blue Devils hinter Peiting und Memmingen auf Rang drei. In Unterzahl (Platz acht) ist dagegen viel Luft nach oben.

Das Ziel bleibt für Siller das Erreichen der Meisterrunde. Um ab 11. Januar 2019 in dieser Zehner-Gruppe dabei zu sein, müssen die Blue Devils mindestens Elfter werden, denn der momentan auf Rang vier liegende SC Riessersee muss wegen der Planinsolvenz im Sommer nach der Hauptrunde in die Verzahnungsrunde mit den Bayernligisten.

Suche nach einem Center

Bei der Realisierung des Saisonziels soll nach dem überraschenden Weggang von Christian Ouellet möglichst schon im ersten Match nach der Länderspielpause am Freitag, 16. November, in der Hans-Schröpf-Arena gegen den EC Peiting ein neuer Kontingentspieler mithelfen. "Wir sind intensiv auf der Suche nach einem Center", verriet Siller. Die Nationalität sei egal, der Trend gehe aber eher zu einem Nordamerikaner.

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