12.06.2019 - 14:46 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Gomez-Islinger ist zurück

Zwei Jahre hat Marlene Gomez-Islinger eine studienbedingte Triathlon-Pause eingelegt. Beim mehreren Wettkämpfen zeigt die Weidenerin, dass mit ihr wieder zu rechnen ist.

Lisa Tertsch (links) holte sich den Sieg vor der Weidenerin Marlene Gomez-Islinger.

Nach studienbedingter Triathlonabstinenz von mehr als zwei Jahren konnte Marlene Gomez-Islinger beim Europacup in Dnipro (Ukraine) mit einem fulminanten abschließenden Lauf den zweiten Rang erobern. Zum Jahreswechsel war die DJK-Triathletin aus den USA heimgekehrt, nachdem sie dort zwei Masterstudiengänge absolvierte und für die Universitätsmannschaft der SMU-Mustangs (Dallas/Texas) ausschließlich bei Cross- und Bahnläufen an den Start gegangen war.

Wiedereinstieg gelungen

Mit entsprechendem Aufbautraining sollte der Wiedereinstieg in den Triathlonsport gelingen. Nach diversen Trainingslagern in Eigenregie konnte Gomez-Islinger in den vergangen Wochen erstmals wieder an einer Trainingsmaßnahme der Deutschen- Triathlon-Union in Kienbaum teilnehmen. In der Vorbereitung standen als Standortbestimmung zudem Starts bei ersten Europacups in Spanien (Huelva) und Portugal (Quarteira) an, um die notwendige Wettkampfpraxis zu bekommen.

Bereits in Portugal konnte die Weidenerin mit einem soliden 14. Rang den Anschluss an die europäische Spitze herstellen. In der 1. Triathlon-Bundesliga geht Gomez-Islinger in der laufenden Saison für die SG One Witten an den Start. Hier zündete sie beim Rennen in Kraichgau erstmalig den Turbo und belegte im international besetzten Starterfeld mit einer der besten Laufzeiten den sechsten Platz. Die enorme Laufleistung war auch beim Europacup in Dnipro Garant für die Podestplatzierung. Nach dem Schwimmen hat Gomez-Islinger als Zehnte den Fluss Dnepr verlassen und hatte somit direkten Anschluss an die Spitze, in der sich mit Lisa Tertsch und Lina Völker zwei weitere deutsche Athletinnen befanden. Die Weidenerin hatte beim Wechsel auf das Rad etwas Schwierigkeiten mit dem Schuh, so dass sie erst mit der zweiten Radgruppe die Wechselzone verließ.

Hohes Auftakttempo

Etwas Unstimmigkeiten bei der Führungsarbeit der achtköpfigen Spitzengruppe erlaubte den Verfolgern im Rennverlauf jedoch den Zusammenschluss, so dass ein Feld aus 15 Athletinnen die zweite Transition-Area erreichte. Im schnellen Wechsel ging es im großen Pulk auf die Laufstrecke, bei der jedoch einige Triathletinnen bereits dem hohem Auftakttempo nicht folgen konnten.

Lisa Tertsch setzte sich nach einigen Kilometern leicht von der restlichen Läuferschar ab. Aber Gomez-Islinger blieb dran. Einen Kilometer vor dem Ziel setzte die amtierende baden-württembergische Meisterin über 5000 Meter (für den SSV Ulm startend) einen langen Endspurt an, dem keine der Gegnerinnen folgen konnte. Mit 24 Sekunden Rückstand auf die Siegerin Tertsch (Triathlon Potsdam) überquerte die Weidenerin als Zweitplatzierte die Ziellinie.

Den deutschen Erfolg in der Ukraine komplettierte Annika Koch (Olympiastützpunkt Saarbrücken)als Vierte. Mit Platz zwei hat Gomez-Islinger die Startberechtigung bei weiteren Europacups sowie bei Weltcup-Rennen.

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