19.06.2018 - 17:45 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Hegenbart vor allem über die Art und Weise sauer

Die SpVgg SV Weiden macht nach dem Abstieg eine Verjüngungskur. Da ist für "Oldie" Christoph Hegenbart kein Platz mehr. Der erfährt davon aber reichlich spät.

Christoph Hegenbart gehört nicht mehr zum Landesliga-Kader der SpVgg SV Weiden.
von Josef Maier Kontakt Profil

Weiden.(mr) Beim Trainingsauftakt der SpVgg SV Weiden am Freitagabend wäre er ohnehin nicht dabei gewesen: Christoph Hegenbart, der als Lehrer am Kepler-Gymnasium arbeitet, war mit einer Schülergruppe am Walchensee. Der 32-Jährige wird aber auch künftig nicht mehr am Wasserwerk trainieren. "Am Donnerstagvormittag habe ich eine SMS bekommen, ich solle zur Geschäftsstelle kommen", erzählt der Offensivmann, der zuletzt als Innenverteidiger agierte. Dort wurde ihm dann am Abend von Michael Kurz, dem designierten Vorsitzenden, und Trainer Andreas Scheler eröffnet, dass alle Aussagen von früher nicht mehr gültig seien. Konkret heißt das: Hegenbart gehört nicht mehr zum Kader der ersten Mannschaft.

"Ich habe mich vor etwa drei Wochen noch mit dem Trainer unterhalten, da hieß es, ich sei fest eingeplant", berichtet der Spieler. Auch damals sei ja klar gewesen, dass es Richtung Landesliga gehen könnte. Seit 2011 spielt der gebürtige Kemptener Hegenbart für die SpVgg SV. Vor einigen Wochen hatte er auch erst seinen Vertrag verlängert. "Mir wurde gesagt, dass sie zu ihren vertraglichen Vereinbarungen stehen." Aber er gehöre nicht zum Kader der Landesliga-Mannschaft.

Hegenbart ist enttäuscht. "Man kann sportliche Entscheidungen treffen, aber das dann am Tag vor dem Trainingsauftakt mitzuteilen, ist charakterlich nicht einwandfrei." Er wisse nicht, woher der Sinneswandel komme. Die SpVgg-SV-Verantwortlichen argumentierten ihm gegenüber auch damit, dass sie den Verjüngungsprozess forcieren wollen. "Aber dann wird ein 35-jähriger Torwart geholt." Auch das Angebot, in der zweiten Mannschaft zu spielen oder sie zu trainieren, lehnt er ab: "Die Zweite hat doch einen Trainer." Das sei nur Alibi. Ob er im Jugendbereich, wie auch angedacht, etwas machen wolle, ließ er offen.

Der neue SpVgg-SV-Trainer Andreas Scheler wollte sich am Dienstag nicht mehr zu diesem Thema äußern. "Das ist nur ein Hin und Her." Das bringe nichts.

Der designierte SpVgg-SV-Vorsitzende Michael Kurz sagte, es sei zwar "unglücklich" gewesen, dies einen Tag vor Trainingsbeginn mitzuteilen, aber er stehe hinter der Entscheidung des Trainers. "Zudem ist es doch wenig dienlich, einen Spieler ins Training zu holen, mit dem man nicht mehr plant." Bei dem Gespräch vor einigen Wochen sei er nicht dabei gewesen. Deswegen könne er zu den Inhalten auch nichts sagen. "Christoph gibt es menschlich überhaupt nichts vorzuwerfen", sagte Kurz. Es sei auch nicht angenehm gewesen, das alles dem Spieler mitzuteilen.

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