18.07.2018 - 21:44 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Josef Rodlers Dosenöffner

Zwei Spiele, sechs Punkte: Nach dem 3:0-Heimsieg gegen den SV Hutthurm ist die SpVgg SV Weiden für das Nachbar-Duell am Samstag in der Landesliga Mitte gegen den SV Etzenricht bestens gerüstet.

Ein typisches Rodler-Tor: Der Weidener Angreifer (rechts) umkurvte Gästekeeper Christopher Binder (links) und erzielte am Mittwochabend mit einer feinen Einzelleistung den Führungstreffer für die SpVgg SV Weiden im Heimspiel gegen den SV Hutthurm.
von Sebastian SchellProfil

(ssl/fle) Gelungener Saisonstart für die SpVgg SV Weiden. Am Mittwochabend entschied die Mannschaft von Trainer Andreas Scheler auch das erste Heimspiel der neuen Landesliga-Spielzeit für sich. Mit 3:0 fiel der Erfolg gegen den SV Hutthurm dabei standesgemäß aus. Die Gäste aus Niederbayern, die im Sommer fast den gesamten Landesliga-Kader verloren hatten und zumeist nur mit Spielern aus der Kreisklassen-Reserve auffüllen konnten, wehrten sich zwar tapfer, erreichten aber zu keiner Zeit Landesliga-Niveau.

"Wir haben uns im Rahmen unserer Möglichkeiten hier ordentlich verkauft. Das war eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber der 0:6-Klatsche gegen Passau", war Hutthurms Trainer Christoph Goldschmidt milde gestimmt. Trotzdem schaffte es die SpVgg SV zu selten, Tempo in ihre Offensivbemühungen zu bekommen.

Nur Maximilian Geber hatte in der Anfangsphase konkrete Möglichkeiten für den ersten Treffer, zielte aber zweimal zu ungenau (4./8.). Im weiteren Verlauf wurde es mehr und mehr eine zähe Angelegenheit für die 287 Zuschauer, weil sich die Gäste weit in ihrer Hälfte verschanzten und die SpVgg nur wenig Esprit, aber viele Ungenauigkeiten im Passspiel offenbarte.

Doppelpack vor der Pause

So brauchte es eine Einzelaktion von Josef Rodler, der vier Spieler, inklusive des besten Gästeakteurs Torwart Christoph Binder, umkurvte und zum 1:0 einschob (44.). "Es war klar, dass wir Geduld benötigen. Der Rodler-Treffer war der Dosenöffner, den wir benötigten", sagte Scheler. Nur 30 Sekunden später profitierte Niklas Lang von einem eklatanten Abspielfehler der Hutthurmer Defensive und legte zum 2:0 nach (45.). Auch nach dem Wechsel änderte sich nur wenig am Bild des ersten Durchganges. Ein schöner Freistoß von Moritz Zeitler zum 3:0 (60.) war die einzige nennenswerte Szene. "Es war eine Frage der Zeit, bis die Kräfte auf Hutthurmer Seite nachlassen. Das verdeutlichen 70 Prozent Ballbesitz für unsere Mannschaft", analysierte Scheler. Die Schwarz-Blauen erarbeiteten sich kleinere Einschusschancen, ließen letztendlich allerdings die letzte Konsequenz in ihren Aktionen vermissen. Dennoch stehen am Ende sechs Punkte aus den ersten beiden Spielen in der Landesliga, nach dem bitteren Abstieg aus der Bayernliga.

Kein Favorit im Derby

Viel Zeit zu regenerieren und die beiden Erfolge zu genießen bleibt am Wasserwerk allerdings nicht. Denn schon am Samstag (Anstoß um 16 Uhr) sieht der Spielplan das erste Derby in der Landesliga seit 2013 beim SV Etzenricht vor. "Wir sind uns alles bewusst, dass uns in Etzenricht ein ganz anderes Kaliber erwartet als das etwa heute der Fall war." Von einer Favoritenrolle seiner Truppe wollte Scheler aber noch nichts wissen: "Wir sind gerade mal am zweiten Spieltag. Da gibt es noch keinen Favoriten."

Statistik:

SpVgg SV Weiden - SV Hutthurm 3:0 (2:0)

SpVgg SV Weiden: Götz – Reich, Wildenauer, Rodler, Geber, Heinl, Lang, Huber (46. Kovac), Helleder, Busch (57. Zeitler), Werner (77. Scheler)

SV Hutthurm: Binder – Bauer, Pauli, Kriegl (84. Conteh), Goldschmidt, Horvat, Graf (66. Parzer), Frank, Kinateder (66. Sankoh), Hofbauer, Kühberger

Tore: 1:0 (44.) Josef Rodler, 2:0 (45.) Niklas Lang, 3:0 (60.) Moritz Zeitler – SR: Markus Hertlein (Dinkelsbühl) – Zuschauer: 287

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