27.01.2019 - 23:48 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Jubel in der Verlängerung

Mit einer Rumpftruppe erkämpfen sich die Blue Devils zwei wichtige Punkte im Rennen um die Play-off-Qualifikation. In Überzahl sorgt Tomas Rubes für die Entscheidung gegen die Starbulls Rosenheim.

Die Scheibe liegt im Rosenheimer Kasten, die Weidener jubeln nach dem entscheidenden Tor: Die Blue Devils besiegten am Sonntagabend die Starbulls Rosenheim mit 3:2 nach Verlängerung.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Die Blue Devils boten am Sonntag einen großen Kampf und bezwangen die favorisierten Starbulls Rosenheim mit 3:2 (2:2, 0:0, 0:0, 1:0) nach Verlängerung. Das Weidener Rumpfteam - es fehlten sieben Spieler - wuchs über sich hinaus, hatte aber auch das Glück des Tüchtigen. "Nach drei Niederlagen ist dieser Sieg sehr wichtig", freute sich Devils-Coach Ken Latta. "Ich kann meiner Mannschaft vom Einsatz her keinen Vorwurf machen. Wir waren vor allem im Schlussdrittel klar überlegen, konnten aber die Dominanz nicht in Tore ummünzen", sagte Starbulls-Trainer Manuel Kofler.

Wie am Freitag in Regensburg fehlten Daniel Willaschek, Philipp Siller, Marco Pronath, Lukas Zellner, Maximilian Deichstetter und Valentin Bäumler, dazu kam noch der nach seiner Spieldauerdisziplinarstrafe gesperrte Simon Hintermeier. Ken Latta stellte die Reihen um und beorderte den 16-jährigen Elias Maschke zu Tomas Rubes und Martin Heinisch. "Elias hat seinen Job ziemlich gut gemacht. Natürlich fehlt die Erfahrung, aber er hat noch viel Zeit, um sich zu entwickeln", gab es Lob vom Trainer. Herbert Geisberger wechselte in den Sturm zu Matt Abercrombie und Marco Habermann. Marcel Waldowsky rückte an die Seite von Michael Kirchberger und Paul Wolf.

Die Gäste gingen bereits in der dritten Minute durch Alexander Höller in Führung. Die Blue Devils steckten den Rückstand weg und schlugen im ersten Powerplay schon nach zwölf Sekunden zurück: Herbert Geisberger hämmerte die Scheibe zum 1:1 in die Maschen (6.). Auf der Gegenseite nutzten auch die Rosenheimer ihr erstes Überzahlspiel durch Vitezlav Bilek (7.). Den erneuten Ausgleich besorgte Martin Heinisch, der einen Schuss von Tomas Rubes unhaltbar abfälschte (10.).

Nachdem die Starbulls in den ersten 20 Minuten mehr vom Spiel hatten, war die Partie im zweiten Abschnitt ausgeglichen. Die Blue Devils hatten nun sogar mehrfach die Gelegenheit, in Führung zu gehen. Das änderte sich im Schlussdrittel: "Keine Diskussion, da war Rosenheim klar besser", gab auch Ken Latta zu. Seine Mannschaft kämpfte aber verbissen und der am Sonntag überragende Goalie Johannes Wiedemann wurde zum Turm in der Abwehrschlacht.

Es blieb beim 2:2 und die Entscheidung musste in der Verlängerung fallen. Und hier gaben plötzlich die Blue Devils den Ton. Matt Abercrombie hatte die Riesenchance zum 3:2, dann leisteten sich die Gäste eine dumme Strafzeit. Ken Latta schickte seine Top-Leute - Tomas Rubes, Matt Abercrombie, Martin Heinisch und Ralf Herbst - aufs Eis. Und der Tscheche Rubes sorgte mit seinem Tor für Jubel in der Hans-Schröpf-Arena.

Am Freitag in Selb

Am nächsten Wochenende warten erneut zwei schwere Aufgaben: Am Freitag geht's zu den Selber Wölfen und am Sonntag gastiert der EV Landshut in Weiden.

Blue Devils Weiden - Starbulls Rosenheim n. V. 3:2 (2:2, 0:0, 0:0, 1:0)

Blue Devils Weiden: Wiedemann – Herbst, Voigt, Schreyer, Noe, Lehner, Schusser – Geisberger, Abercrombie, Habermann, Heinisch, Rubes, Maschke, Wolf, Kirchberger, Waldowsky

Starbulls Rosenheim: Endres – Meier, Neumann, Linden, Vollmayer, Heidenreich, Bergmann, Krumpe. Nowak – Frosch, Pauker, Slanina, Witala, Henriquet Morales, Bucheli, Baindl, Höller, Bilek, Zick

Tore: 0:1 (3.) Höller (Baindl, Meier), 1:1 (6.) Geisberger (Abercrombie, Rubes), 1:2 (7.) Bilek (Höller, Frosch), 2:2 (10.) Heinisch (Rubes, Noe), 3:2 (64.) Rubes (Heinisch, Herbst) – Schiedsrichter: Westhaus – Zuschauer: 927 – Strafminuten: Weiden 10, Rosenheim 14

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