07.12.2018 - 11:40 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Kegel-Derby in der 2. Bundesliga

Die heimstarken Weidener empfangen am Samstag den Nachbarn aus Hirschau in der Mehrzweckhalle. Die "Kaoliner" sind favorisiert und schielen in Richtung Bundesliga-Aufstieg. Doch die Gastgeber setzen auf ihren Trumpf.

Nicht nur Weidens Markus Schanderl muss im Derby daheim gegen Rot-Weiss Hirschau Auge beweisen. Zwar sind die Gastgeber Außenseiter, doch auf heimischen Bahnen ist ihnen alles zuzutrauen.
von Norbert DietlProfil

Bereits um 13 Uhr beginnt am Samstag auf den Bahnen der Weidener Mehrzweckhalle das Zweitliga-Derby zwischen dem gastgebenden SKC Gut Holz SpVgg Weiden und dem Tabellenführer Rot-Weiss Hirschau. Bei allem Respekt vor der Heimstärke der Weidener, die Favoritenrolle liegt trotzdem bei den Gästen aus der Kaolinstadt.

Wie zum Saisonstart bekommen die Weidener Kegler zum Rückrunden-Auftakt gleich zwei richtige Brocken vorgesetzt. Nachdem die Weidener beim Tabellenzweiten in Großbardorf mit 1:7 die Segel streichen mussten, droht im Heimspiel gegen den Tabellenführer Rot-Weiss Hirschau neuerliches Ungemach. Weiden hat in der Hinrunde zwar nur einmal, nämlich gegen Großbardorf, daheim verloren, Hirschau seinerseits hat aber auswärts in dieser Saison erst einmal verloren, nämlich in Großbardorf. Hirschau und Großbardorf trennt in der Tabelle nur ein Punkt. Da Großbardorf beim Tabellen-Vorletzten Hainstadt antritt und dort favorisiert ist, darf sich Hirschau in Weiden keine Blöße geben.

Das Ziel der „Kaoliner“ geht nach der Vizemeisterschaft im letzten Jahr heuer eindeutig in Richtung 1. Bundesliga. Hirschau hat sich erst eine Niederlage eingehandelt, die zudem mit einer Differenz von zwölf Holz denkbar knapp ausgefallen ist. Mit 61:19 Mannschaftspunkten hat man in Richtung des Verfolgers Großbardorf ein deutliches Zeichen gesetzt, denn die Oberfranken verbuchten ihrerseits in bisher zehn Spielen nur 50,5:29,5 Punkte auf ihrem Konto. Mit Patrick Krüger hat Rot-Weiss zudem den überragenden Kegler der 2. Bundesliga in seinen Reihen. Mit seiner persönlichen Bestleistung von 697 Holz kratzte er sogar an der 700er-Marke des „Kegler-Olymps“. Bei einem Auswärtsschnitt von 632,33 Holz können sich die Zuschauer in der Weidener Mehrzweckhalle gewiss auf ein neuerliches Spitzenergebnis freuen, zumal die Weidener Bahnen stets für Top-Ergebnisse gut sind. Bei neun Saison-Einsätzen holte Krieger nicht weniger als 33 von 36 möglichen Mannschaftspunkten.

Dass mit Thomas Immer zu Beginn dieser Spielzeit ein Weidener Leistungsträger nach Hirschau abgewandert ist, verleiht der Partie zusätzliche Würze, denn der kennt die Bahnen der Weidener Mehrzweckhalle aus dem Effeff. Sein Vorjahres-Heimschnitt in Weiden betrug ansehnliche 585 Holz, und in diese Größenordnung wird er wohl auch diesmal vorstoßen. Dass die Gastgeber in dieser Saison erst ein Heimspiel, nämlich das gegen Großbardorf, verloren haben, ist Hirschau gewiss nicht verborgen geblieben. David Junek, Markus Schanderl, Thomas Schmidt, Manuel Donhauser, Stefan Heitzer, Dennis Greupner, Stefan Schmucker und Tobias Lobinger bilden das Aufgebot der Gastgeber. Sie haben allerdings den Nachteil zu verkraften, dass die Heimmannschaft ihre Formation festlegen muss, ehe die Gäste danach ihre Aufstellung entsprechend darauf ausrichten können.

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