13.09.2018 - 18:26 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Keglerderby bei den "Kaolinern"

Die Weidener Kegler haben eine kurze Anreise nach Hirschau. Dort etwas zu holen, wäre schon eine Überraschung.

Der Weidener David Junek.
von Norbert DietlProfil

Nach der unglücklichen Auftaktniederlage gegen den Titelfavoriten Großbardorf droht den Zweitligakeglern des SKC Gut Holz SpVgg Weiden am Wochenende neuerliches Ungemach. Am Samstag (13.15 Uhr) müssen die Weidener im Oberpfalzderby beim Vorjahresvizemeister Rot-Weiß Hirschau antreten.

Man kann es auch positiv sehen und sich damit trösten, dass man nach den ersten beiden Spieltagen die wohl größten Brocken der 2. Bundesliga hinter sich hat. Hatte man gegen den TSV Großbardorf durchaus realistische Chancen, so wird es am Samstag in Hirschau bestimmt sehr eng werden. Außer dem Sensationserfolg im DKBC-Pokal im Oktober 2016, Weiden gewann bei 3641:3621 Holz mit 5:3, stehen in der zweiten Liga nur klare Hirschauer Heimsiege in der Statistik. Nach der Vizemeisterschaft im letzten Jahr haben sich die "Kaoliner" heuer den Gewinn der Meisterschaft auf ihre Fahnen geschrieben. Zum Saisonstart setzte man mit dem 6:2-Auswärtssieg beim Vorjahresvierten in Schweinfurt gleich eine deutliche Duftmarke. Dass sich Hirschau für diese Saison viel vorgenommen hat unterstreicht auch die Tatsache, dass man mit Thomas Immer einen der Weidener Leistungsträger nach Hirschau geholt hat. Mit 4:0 Satzpunkten bei 615 Holz unterstrich der dann auch bereits im ersten Spiel, dass er den Hirschauern auf dem eingeschlagenen Weg durchaus helfen kann.

Was die Weidener betrifft, so hat sich hier bekanntlich vom Personal her nichts Gravierendes getan. In Sachen spektakuläre Neuverpflichtungen musste man "Fehlanzeige" vermelden. Der Wechsel von Thomas Immer nach Hirschau und der von Michael Gesierich nach Regensburg hat sicher Lücken im Weidener Kader hinterlassen. Gleichwohl zeigten die Mannen um den nach einer langen Verletzungspause ins Team zurückgekehrten Markus Schanderl, dass man selbst gegen das Spitzenteam aus Großbardorf bestehen kann. Die 3:5-Auftaktniederlage war überaus unglücklich. Die Chancen in Hirschau schätzt man realistisch ein. Da müsste schon alles stimmen, wenn man den gastgebenden Hirschauern ein Bein stellen sollte. Die Tatsache, dass man im Rahmen der Möglichkeiten personell aus dem Vollen schöpfen kann, sollte das Selbstvertrauen der Weidener stärken.

Im Anschluss an das Zweitligaspiel tritt nämlich die Weidener "Zweite" gegen die Hirschauer "Zweite" an. Allerdings sind die Vorzeichen für dieses Bezirksoberligaderby die gleichen wie für das Zweitligaderby. Für das Zweitligateam mit Dennis Greupner, David Junek, Markus Schanderl, Thomas Schmidt, Manuel Donhauser und Helmut Böllath stehen mit Carsten Göhring, Stefan Schmucker und Tobias Lobinger aber auf jeden Fall drei Ersatzleute zur Verfügung. Als Besonderheit kommt hinzu, dass in Hirschau über sechs Bahnen gespielt wird, das Spiel also in nur zwei Durchgängen entschieden wird.

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