05.03.2020 - 13:59 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Keine Chancen für die Zweitligakegler?

SKC Weiden kämpft in Bamberg ums Überleben - Der SC Luhe-Wildenau ist nicht mehr zu retten

von Norbert DietlProfil

Am 16. Spieltag der 2. Kegler-Bundesliga Nord/Mitte stehen der SKC Gut Holz SpVgg Weiden und auch der SC Luhe-Wildenau vor eigentlich unlösbaren Aufgaben. Am Samstag reisen die Weidener nach Bamberg und treffen dort auf Victoria Bamberg II (15.30 Uhr), der Sportclub ist in Oberwildenau Gastgeber für den Tabellenzweiten TSV Großbardorf (13 Uhr).

Der SKC Gut Holz SpVgg Weiden geht am Samstag in mehrfacher Hinsicht einen ganz schweren Gang. Mit Victoria Bamberg II wartet ein Gegner auf die Weidener, der rein rechnerisch noch einen Sieg braucht, um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga in trockene Tücher zu bringen. Da die Bamberger "Erste" zweieinhalb Stunden zuvor die bereits als Absteiger feststehenden Nibelungen aus Lorsch zu Gast hat und selbst keine Chancen mehr auf den Meistertitel in der 1. Bundesliga hat, ist ein "Aufrüsten" der zweiten Mannschaften nicht von der Hand zu weisen. Und dann kommt ja noch dazu, dass in Bamberg über sechs Bahnen gespielt wird, einem Modus, mit dem die Weidener auch nur in Bamberg konfrontiert werden. Die Bastion Bamberg zu stürmen, das gelang den Weidenern auch erst einmal. In der Saison 2018/2019 nahmen die Oberpfälzer mit 6:2 die Punkte mit nach Hause. Dass Weiden in dieser Saison nicht weniger als 14 verschiedene Spieler zum Einsatz bringen musste, verdeutlicht zudem die Personalsorgen am Wasserwerk. Vor allem der verletzte Manuel Donhauser, am 14. Dezember vorigen Jahres letztmals in Kaiserslautern eingesetzt, wurde schmerzlich vermisst. Die Hoffnung, dass er am letzten Wochenende gegen die TSG Kaiserslautern wieder antreten könnte, erfüllte sich nicht.

Für den SC Luhe-Wildenau wird es vorerst das vorletzte Zweitligaspiel sein, das auf den Kegelbahnen im "Michael-Höhbauer-Stadion" über die Bühne geht. Nach 2017/2018 haben es die Oberwildenauer nach dem erneuten Wiederaufstieg abermals nicht geschafft, die Klasse zu halten. Mit der Auswärtsniederlage am Samstag in Erlangen-Bruck war der Abstieg besiegelt.Die Saison stand auch von Anfang an unter keinem guten Stern, denn bedingt durch die anstehende Änderung der Ligenstruktur war klar, dass mindestens vier von zehn Mannschaften am Saisonende absteigen müssen. Dass dadurch die Suche nach Verstärkungen nicht leichter wurde, versteht sich von selbst. Mit der Aufstiegsmannschaft, die dann weder zahlenmäßig noch qualitativ verstärkt werden konnte, war der sofortige Wiederabstieg vorprogrammiert.

Für Michael Grünwald vom SC aber längst kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen: "Wir werden uns sportlich anständig aus der zweiten Liga verabschieden, die Vorbereitungen auf die kommende Bayernligasaison haben schon begonnen." Mit dem TSV Großbardorf kommt am Samstag nicht nur der Tabellenzweite, der sich bei einem Punkt Rückstand auf den Spitzenreiter TSV Kaiserslautern noch Chancen auf den Meistertitel ausrechnet. Die Gäste aus dem fränkischen Grabfeld zählen zudem nicht zu den Lieblingsgegnern der Oberwildenauer. In acht Spielen gab es sieben Niederlagen für den SC.

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