02.02.2020 - 19:15 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Klatsche für die Weidener Kegler

Der SC Luhe-Wildenau gewinnt das Zweitliga-Derby klar mit 7:1 - Oberwildenau herausragend im Abräumen

Schiedsrichterin Rita Hoffweller (Mitte) begrüßte die Mannschaften vom Gastgeber SKC Weiden (links) und vom SC Luhe-Wildenau.
von Norbert DietlProfil

Der SC Luhe-Wildenau gewann das Lokalderby beim SKC Weiden mit 7:1 (3396:3488), holte damit den ersten Zweitliga-Derbysieg gegen die Weidener und zieht den SKC nach dieser Punkteinbuße mit in den Abstiegskampf hinein. Garant für den Gästesieg war ein Abräumergebnis (1229), das in dieser Saison noch von keiner Mannschaft auf den Weidener Bahnen gespielt wurde.

So bitter sich diese Niederlage für den SKC Weiden auch anfühlen mag, der Sieg der Oberwildenauer Gäste war hochverdient. Weiden musste ohne seinen verletzten Leistungsträger Manuel Donhauser auskommen, beim SC fiel nach einer Trainingsverletzung Gert Erben kurzfristig aus.

Was sich dann allerdings auf den Bahnen der Mehrzweckhalle abspielte, war "Kegeln verkehrt", denn alles was sich die Hausherren beim Spiel in die Vollen erarbeiteten, machten die Gäste, als wären sie auf ihren eigenen Bahnen, beim Abräumen wieder mehr als wett.

Da glich ein Patrick Fickenscher gegen Dennis Greupner die Differenz aus den Vollen (-47) beim Abräumen (+51) mehr als aus und machte den Mannschaftspunkt. Dass parallel dazu Manuel Kessler gegen Stefan Heitzer mit 4:0 und 629:544 Holz seiner Favoritenrolle gerecht wurde, überraschte niemand in der bis auf den letzten Platz besetzten "Keglerklause". 2:0 und 89 Kegelpunkte lag der SC somit vorne.

Nach den Mittelpaarungen war schon klar, dass selbst theoretisch nur noch ein 4:4 möglich gewesen wäre, realistisch sich der Sportclub aber schon als Sieger fühlen durfte. Daniel Wutz holte gegen Markus Schanderl nicht unbedingt erwartet den dritten Mannschaftspunkt (2:2/577:588). Jiri Vicha brauchte an seiner alten Wirkungsstätte nur einen Durchgang, um zu alter Stärke zu finden. Gegen den verletzt ausgewechselten Marco Maier, für ihn kam Uwe Waldmann, machte Vicha mit 3:1 und 602:576 Holz schon den Sack so gut wie zu.

Bei einem 4:0-Vorsprung nach Mannschafts- und 126 Zählern bei den Kegelpunkten war das Spiel so gut wie entschieden. Der Schlussdurchgang mutierte so zum "Schaulaufen". Thomas Schmidt blieb gegen Ivan Bosko mit 531:544 deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurück und gab mit 1:3 den fünften Mannschaftspunkt ab. Weidens Winterneuzugang Tobias Schmidt unterstrich seine Ambitionen auf einen Stammplatz im Team mit einem glatten 4:0-Sieg über Michael Grünwald (598:551) und holte für die Hausherren den Ehrenpunkt.

Für den SKC Weiden wird die Luft jetzt recht dünn. Am Wochenende geht es nach Zeil, wo der Tabellendritte vom Main bei zwei Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter TSG Kaiserslautern den Meistertitel noch nicht abgeschrieben hat. Gleichzeitig hofft man auf Hilfestellung im Abstiegskampf durch den SC Luhe-Wildenau, der mit einem Heimsieg über Old School Kaiserslautern (punktgleich mit Weiden) ein wenig den Druck vor dem Nachholspiel des SKC in Schweinfurt verringern könnte.

Im anschließenden Bezirksligaderby musste sich der SKC Weiden II dem SC Luhe-Wildenau II mit 3:5 (3275:3305) ebenfalls beugen. Ergebnisse

Dennis Greupner - Patrick Fickenscher: (154:150, 136:145, 137:140, 143:139) 570:574 - Satzpunkte: 2:2 - Mannschaftspunkte: 0:1;

Stefan Heitzer - Manuel Kessler: (139:168, 139:159, 128:152, 138:150) 544:629 - 0:4 - 0:2;

Markus Schanderl - Daniel Wutz: (134:154, 150:135, 151:149, 142:150) 577:588 - 2:2 - 0:1;

Marco Maier/Uwe Waldmann - Jiri Vicha: (159:134, 138:151, 147:152, 132:165) 576:602 - 1:3 - 0:4;

Thomas Schmidt - Ivan Bosko: (136:144, 127:140, 136:126, 132:134) 531:544 - 1:3 - 0:5;

Tobias Schmidt - Michael Grünwald: (158:145, 140:133, 146:125, 154:148) 598:551 - 4:0 - 1:5

Kegelpunkte:
3396:3488;

Voll:
2241:2259 -

Abräumen:
1155:1229 -

Fehler:
19:11 - Satzpunkte: 10:14 -

Mannschaftspunkte:
1:7

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