07.08.2018 - 18:34 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Klaus Rodler neuer Leiter des Nachwuchsleistungszentrums Weiden

Die SpVgg SV Weiden ist auf der Suche nach einem Nachfolger von Rainer Fachtan schneller als erwartet fündig geworden. Neuer Leiter des BFV-Nachwuchsleistungszentrums und DFB-Stützpunkts ist mit Klaus Rodler ein alter Bekannter.

Klaus Rodler (Mitte) ist ab sofort neuer Leiter des BFV-Nachwuchsleistungszentrums und DFB-Stützpunkts am Weidener Wasserwerk. SpVgg-SV-Vorsitzender Michael Kurz (links) und Johannes Ederer, DFB-Stützpunktkoordinator Ostbayern, begrüßten den „Rückkehrer“.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Weiden.(af) Zurück zu den Wurzeln - treffender könnte man die Rückkehr von Klaus Rodler ans Weidener Wasserwerk nicht beschreiben. Der 54-Jährige Dießfurter trug nicht nur in den neunziger Jahren als Aktiver das Weidener Dress, sondern war von Januar 2002 bis April 2011 in verschiedenen Funktionen bei den Schwarz-Blauen tätig (siehe Text unten). Die gut siebenjährige Absenz geht nun zu Ende: Rodler übernimmt ab sofort die Leitung des NLZ, nachdem er diese verantwortungsvolle Position zuletzt jahrelang beim Regionalligisten SpVgg Oberfranken Bayreuth ausgefüllt hatte.

"Ich bin wieder heimgekommen. Darüber freue ich mich sehr", sagte Rodler am Dienstagnachmittag bei seiner offiziellen Vorstellung. Er habe beim Angebot, die Leitung des NLZ und Stützpunkts in Weiden zu übernehmen, nicht lange überlegen müssen. "Ich bin mit dem Verein in vielfältiger Weise verbunden. Meine zwei Söhne spielen ja auch hier." Beide sind als Stürmer in der Landesliga unterwegs: Der Ältere, Josef (25), bei den Senioren, der Jüngere, Johannes (15), bei der U17.

Aber die Sprößlinge sind längst nicht der einzige Grund für Rodlers Rückkehr. "Die Region hier braucht ganz einfach einen Stützpunkt, um Talente auf den Leistungsfußball vorzubereiten", betonte der A-Schein-Inhaber. Man wolle die jungen Spieler so fördern, dass ihnen entweder der Wechsel in ein Bundesligaleistungszentrum oder der Sprung in die 1. Mannschaft der SpVgg SV gelingt. "Das wird nicht jeder schaffen, aber wir wollen die Gelegenheit dazu bieten."

Eine Philosophie, die auch die SpVgg-SV-Chefetage gerne mitträgt. "Wir sind froh, dass mit Klaus Rodler ein Mann aus der Region wieder bei der SpVgg SV Weiden und ihrer Talentschmiede zurück ist", erklärte Vorsitzender Michael Kurz. Rodler betonte indes, nichts zu überstürzen und die von Vorgänger Rainer Fachtan geschaffenen Strukturen zunächst so zu belassen. "Die Entwicklung in Weiden war ja über Jahre recht positiv. Ich werde die erste Zeit jetzt nutzen, um die Jugendtrainer und die Mannschaften kennenzulernen."

Dabei alleine wird es aber nicht bleiben. Bereits für die kommende Woche haben Rodler und Johannes Ederer, der DFB-Stützpunktkoordinator Ostbayern, ein umfassendes Gespräch vereinbart. Dabei sollen alle Punkte angesprochen werden, die für die weitere Zukunft des NLZ wichtig sind. "Es gibt Dinge, die noch offen sind, und gemeinsam angegangen werden müssen", sagte Ederer, der froh ist, dass Rodler den Zuschlag erhalten hat: "Wir haben ja bereits zwei Jahre lang in Bayreuth eng und partnerschaftlich zusammengearbeitet." Für Vorgänger Rainer Fachtan hatte Ederer viel Lob übrig: "Unter ihm wurde ein solides Fundament gegossen, auf dem sich weiter aufbauen lässt."

Auch wenn es für Rodler zunächst darum geht, in seine neue Aufgabe hineinzufinden, formulierte er schon mal Ziele. Dabei gehört der Wiederaufstieg der in die Bezirksoberliga abgestiegenen C-Jugend ganz oben auf seine Agenda: "Die C-Junioren sind die wichtigste Mannschaft in einem NLZ. Es ist unbedingt notwendig, dass sie in der Bayernliga spielt." Was im übrigen auch für die Seniorenmannschaft gelte: "Die gehört einfach in die Bayernliga."

Zur Person:

Der SpVgg SV Weiden eng verbunden

Klaus Rodler und die SpVgg Weiden – das ist eine durchaus interessante Geschichte. Als im Januar 2002 der damals 37-Jährige überraschend als Cheftrainer der Bayernliga-Mannschaft installiert wurde, fragten sich nicht wenige: Schafft der das überhaupt? Für den Zollbeamten aus Dießfurt bedeutete die Aufgabe am Wasserwerk nämlich den Einstieg in das höherklassige Trainergeschäft, nachdem er zuvor die SpVgg Pirk zunächst in die Kreisliga und dann sogar in die Bezirksliga geführt hatte.

Gut zweieinhalb Jahre coachte Rodler, der dem FC Dießfurt entstammt, die Schwarz-Blauen in Bayerns höchster Spielklasse. Dann zog der damalige Vorsitzende Michael Fritsch im September 2004 die Notbremse. Er beurlaubte Rodler nach einer 0:5-Pleite beim FC Memmingen. Damit endete jedoch nicht die Zusammenarbeit. Rodler engagierte sich bei der Spielvereinigung im Jugendbereich, trainierte U13-, U15- und U19-Teams und stieg zum Jugendkoordinator auf. Nach der Insolvenz im Herbst 2010 übernahm er zusätzlich das Amt des Sportlichen Leiters, von dem er wenige Monate später im April 2011 zurücktrat.

Ein neues Betätigungsfeld nach neun Jahren am Weidener Wasserwerk fand Klaus Rodler wenig später bei der SpVgg Bayreuth – zunächst als Co-Trainer der 1. Mannschaft, dann in der Juniorenabteilung. Von 2012 an war er Leiter des Bayreuther NLZ, ehe der Regionalligist zum 1. Juli 2018 Marc Reinhardt diese Aufgabe übertrug. Genau diese Funktion wird Rodler nun ab sofort in Weiden ausüben.

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