14.09.2018 - 22:07 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Knapper Derbysieg der SpVgg SV Weiden

Die SpVgg SV Weiden setzt sich vorerst in der Spitzengruppe der Landesliga Mitte fest. Durch den 1:0-Sieg am Freitagabend gegen den SC Ettmannsdorf bleibt die Wasserwerkelf nicht nur zu Hause ungeschlagen, sondern darf sich auch über den vorläufigen Sprung auf Tabellenplatz zwei freuen.

Die SpVgg SV Weiden bleibt in der laufenden Saison im Sparda-Bank-Stadion ungeschlagen. Josef Rodler (Mitte) erzielte am Freitagabend den goldenen Treffer zum 1:0-Heimsieg gegen den SC Ettmannsdorf und wurde von seinen Mitspielern gebührend gefeiert.
von Sebastian SchellProfil

Weiden. (ssl) Die Schwarz-Blauen mussten aber ein hartes Stück Arbeit vollbringen, ehe der Derbyerfolg feststand. Josef Rodler sorgte kurz nach der Halbzeit für das Tor des Tages. "Wir haben in der laufenden Saison schon öfters super gespielt, aber uns nicht dafür belohnt. Heute war es schon ein bisschen ein schmutziger Sieg, aber die Hauptsache sind die drei Punkte", sagte ein erleichterter SpVgg-SV-Trainer Andreas Scheler. "Wir hatten endlich auch mal das Quäntchen Glück." Sein Gegenüber Mario Albert haderte dagegen mit der Chancenverwertung seiner Spieler. "Wir waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft und besaßen zu Beginn drei, vier dicke Chancen. Wenn wir eine davon machen, können genau so gut wir als Sieger vom Platz gehen", meinte der SC-Coach, der aber auch zugab: "Weiden hat nach der Führung clever gespielt und sich gute Konterchancen erarbeitet."

Mit Benjamin Werner, Dominik Huber und Marin Kovac für Niklas Lang, Dennis Paulus und Maximilian Geber veränderte Scheler seine Startelf auf drei Positionen im Vergleich zum 3:3 zuletzt beim TSV Kareth. Der SC Ettmannsdorf begann mutig und störte mit frühem Angriffspressing den Spielaufbau der Wasserwerkelf. Diese hatte sichtlich Probleme und so kam der SCE gerade in den ersten 15 Minuten zu guten Gelegenheiten. Nach Eckbällen brannte es zweimal lichterloh vor dem Tor von Matthias Götz.

Das war es dann aber auch mit Torraumszenen aus dem ersten Durchgang. Ettmannsdorf schaffte es fortan nicht mehr, bei den Pressingsituationen den Zugriff zu bekommen, während die SpVgg SV durch ungenaues Passspiel keinen Zug in ihre Offensivaktionen brachte. Die Begegnung war geprägt von vielen Zweikämpfen und Unterbrechungen.

In Durchgang zwei erwischten die Max-Reger-Städter den besseren Start und brachten gleich die erste gefährliche Aktion auf die Anzeigetafel. Nach einem abgeblockten Schuss von Neuzugang Tomas Sturm reagierte Benjamin Werner am schnellsten und bediente den am langen Pfosten lauernden Rodler, der in bester Mittelstürmermanier sicher zum 1:0 vollendete (49.). Der SC hätte fast postwendend den Ausgleich erzielen können. Nach einem Angriff über links rettete Michael Busch nach einer Hereingabe von Jeremy Schmidt gerade noch vor dem einschussbereiten Ilhan Koc (55.). Bei der darauffolgenden Ecke setzte Florian Tausendpfund einen satten Linksschuss knapp am Gehäuse vorbei (56.).

Es waren die besten, aber auch letzten Gelegenheiten für Ettmannsdorf, etwas aus Weiden mitzunehmen. Fortan zog sich die SpVgg SV zwar tiefer in die eigene Hälfte zurück, ließ aber durch kompromisslose Abwehrarbeit keine gefährlichen Aktionen des Gegners mehr zu. Die Schwarz-Blauen verdienten sich nach und nach den Sieg. Gute Kontergelegenheiten von Rodler (77.) und Busch (78.) sowie ein Lattenschuss von Florian Rupprecht (81.) hätten die Entscheidung herbeiführen müssen. So blieb es nach 95 Minuten beim knappen Sieg der Weidener, die in der kommenden Woche beim TSV Bad Abbach antreten müssen. Der SC Ettmannsdorf musste erstmals nach fünf Spielen punktlos die Heimreise antreten und tritt im nächsten Spiel gegen den SV Neukirchen beim Heiligen Blut an.

SpVgg SV Weiden -
SC Ettmannsdorf 1:0 (0:0)
:

SpVgg SV Weiden: Götz, Huber, Rupprecht, Sturm, Wildenauer Rodler (83. Scheler), Busch, Zeitler (62. Lang), Werner, Kovac (73. Geber), Helleder

SC Ettmannsdorf: Ebner, Tausendpfund, Eller, Schmidt, Wiesner, Koc (75. Yalcin), Rothut, Morin (62. Schreyer), Huf, Müller (75. Plank), Vollath

Tor: 1:0 (49.) Josef Rodler – SR: Mario Hofmann (Heroldsbach) – Zuschauer: 295

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