Die momentane Play-off-Serie zwischen den Krefeld Pinguinen und den Blue Devils Weiden erinnert ein wenig an eine legendäre Comicserie: Ein kleines närrisches Dorf aus Gallien – in diesem Fall Weiden – schlägt die übermächtig scheinenden Römer – in diesem Fall Krefeld Pinguine – durch einen Zaubertrank, der vom Druiden Miraculix – in diesem Fall Sebastian Buchwieser – gebraut wird und ihnen übermenschliche Kräfte verleiht, abermals in die Flucht.
Im Comic gelingt es Julius Caesar trotz zahlreicher Versuche nie, das widerspenstige Dorf einzunehmen – in der derzeit stattfindenden Eishockey-Adaption des Klassikers nimmt die Serie aber ein anderes Ende. Auch die kürzlich zurückliegende, verlorene Schlacht der Pinguine im gallischen Lager Hans-Schröpf-Arena wird den Favoriten vom Niederrhein am Ende nicht zum Verhängnis.
Zu abgebrüht sind die NHL-gestählten Legionäre Jonathan Matsumoto und Lucas Lessio, zu groß der Heimvorteil, den die Pinguine in den verbleibenden drei Duellen im heimischen Kolosseum – der Yayla-Arena – genießen. Die Zaubertrank-Tanks der Mannen von Sebastian Buchwieser sind nach nun insgesamt sieben Play-off-Partien langsam leer. Auch wenn die Weidener Gladiatoren lange tapfer gekämpft haben, vor der spektakelhungrigen Zuschauer-Meute im Krefelder Kolosseum gehen ihnen am Freitag final die Kräfte aus – der Todesstoß durch die Löwen Lessio, Müller und Matsumoto, denen der Magen nach einem DEL2-Titel knurrt, folgt am Sonntag.
Der Widerstand, den die Weidener über eine ganze Saison geleistet haben, wird beim eigenen Anhang zurecht lange Zeit in Erinnerung bleiben. Doch zumindest in der diesjährigen Play-off-Schlacht sind Kaliber wie die Krefelder Legion noch eine Nummer zu groß – Alea iacta est!





















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