22.04.2021 - 18:59 Uhr
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Kommentar zur "Super-League": Das entlarvende Jammern der Hasardeure

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Real Madrid und FC Barcelona stecken, wie andere Top-Klubs auch, tief im finanziellen Schlamassel. Das Festhalten an einer Super-League ist bezeichnend für die Geisteshaltung der Vereinsoberen, findet Sport-Ressorleiter Alfred Schwarzmeier.

Die Super-League sei unverzichtbar für die finanziell angeschlagenen Top-Klubs, meint Florentino Pérez. Mit keinem Wort erwähnt der Präsident von Real Madrid, dass nicht nur einige wenige Elitevereine, sondern der gesamte europäische Profifußball in der Corona-Krise Not leidet.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil
Kommentar

Der Fußball-Wahnsinn hat zwei Namen: Florentino Pérez und Joan Laporta. Obwohl ganz Fußball-Europa der Super-League die Rote Karte gezeigt hat, wollen die Präsidenten von Real Madrid und FC Barcelona ihre abgehobenen Pläne weiterverfolgen. Die Gründe für eine Eliteliga, das zeigen ihre Aussagen deutlich, sind nur zweitrangig sportlicher Natur. Allen voran ist es die blanke Finanznot, die die spanischen Hasardeure antreibt.

Der eine (Perez) jammert über Milliardenverluste, der andere (Laporta) weint sich über viel zu hohe Spielergehälter aus. Das ist ungefähr so, als ob sich jemand einen Maserati in die Garage stellt und im Nachhinein motzt, dass der Superschlitten in Anschaffung und Unterhalt viel zu teuer ist.

Man kann allen Möchtegern-Super-League-Teilnehmern nur empfehlen: Runter mit den Ablösesummen und Spielerbezügen. Sofort. Und wenn das nicht reicht: Verkauft Superstars wie Lionel Messi oder Sergio Ramos. Das wäre ehrlicher als jener Egoismus, den Real und Barcelona aktuell gegenüber den Mitbewerbern, den Fans und dem europäischen Fußball praktizieren.

Real Madrid und FC Barcelona auf "Stand-by"

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