17.05.2019 - 14:12 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Kreisklasse Ost: Herzschlagfinale im Abstiegskampf

In der Kreisklasse Ost ist Spannung angesagt. Der SV Altenstadt/Voh. (28), FSV Waldthurn (25), ASV Neustadt/WN (25) und TSV Flossenbürg (24) kämpfen gegen den Abstieg. Es stellt sich auch die Frage nach der Vizemeisterschaft.

Immer hart zur Sache ging es in den vergangenen Jahren zwischen den Nachbarn SV Altenstadt/Voh. und FSV Waldthurn. Dies wird am Sonntag nicht anders sein. Beide Mannschaften kämpfen gegen den Abstieg.
von Ernst FrischholzProfil

Meister FC Luhe-Markt wird sich mit einem Heimsieg aus der Klasse verabschieden wollen und die Krux dabei ist, dass Trainer Krysztof Pianka seinem ehemaligen Team ASV Neustadt damit das Genick brechen könnte. Auf dem Papier die größten Chancen, zumindest den direkten Abstieg zu verhindern, hat der TSV Flossenbürg gegen den SV Kohlberg. Gewinnt man nicht, ist nächstes Jahr A-Klasse angesagt. Abstiegskampf „pur“ ist auch im Fahrenbergderby in Altenstadt/Voh.

Spvgg Vohenstrauß II –

DJK Neustadt/WN So. 13.15 Uhr

Der Punktgewinn der SpVgg beim ASV Neustadt/WN hat letzte Zweifel beseitigt und das Team von Trainer Bernd Reil wird kommende Saison weiter Kreisklasse spielen. Nun könnte dies die Köpfe frei machen für eine starke Vorstellung gegen den eigentlichen Favoriten der Kreisklasse. Unerklärliche Aussetzer trotz dreimaliger Führung, die zur Niederlage gegen Waldau führten, sind für die DJK ein Spiegelbild der Saison. Viel Ballbesitz, sehenswerte Kombinationen, aber vor dem Tor mit der Kugel mit dem Latein am Ende - so präsentierte sich die DJK immer wieder. Wenn's auch um nichts mehr geht, so will Neustadt mit dem zwölften Dreier positiv in die Spielpause gehen.

FC Luhe-Markt –

ASV Neustadt/WN So. 15 Uhr

Der würdige und souveräne Meister legte nach der Winterpause eine Serie hin, die er sich im letzten Spiel nicht verderben lassen will. Für das Team von Trainer Pianka ist es einfach eine Sache der Fairness, auch im letzten Spiel alles zu geben. Geschenke an die bedürftigen Gäste gibt es nicht. ASV-Trainer Markus Dagner erkennt die Realität. Das 0:0 gegen Vohenstrauß war zu wenig und hat gar nichts gebracht. Die Kirschen in Form eines Dreiers sieht Dagner auch extrem hoch hängen. Man tritt nach dem Motto "Wir haben keine Chance, aber die wollen wir nutzen" an.

TSV Flossenbürg –

SV Kohlberg So. 15 Uhr

Beim TSV herrscht Alarmstufe Nummer eins. Wenn man die ganze Saison betrachtet, dann hätte sich das Team den Verbleib in der Klasse verdient, so die Betrachtung von Trainer Thomas Scheinkönig. Nur zusammengezählt wird eben zum Schluss. Der Sieg muss nun erkämpft werden. Scheinkönig ist sich sicher, dass seine Mannen am Fuße der Burgruine ihr Letztes geben. Das tun die Gäste nach dem sicheren Klassenerhalt scheinbar nicht mehr. Nach der Niederlage gegen Pleystein ist ein Bruch eingetreten, der sich gegen den SV Altenstadt/Voh fortgesetzt hat. Trainer Michael Meier will eine Wende im letzten Spiel und nicht erst in der neuen Saison.

SV Störnstein –

SG Waidhaus/Pfrentsch So. 15 Uhr

Egal, wie der Kampf um die Vizemeisterschaft ausgeht Der SV Störnstein ist mit der Saison sehr zufrieden. Der Sieg in Irchenrieth war für Trainer Tobias Schiener ein Ausrufezeichen. Sein Team will alles tun, um die Möglichkeit der Relegation offen zu halten. Die Spieler werden sich nach dem Spiel bei den Super-Fans bedankten und sie zu 60 Liter Freibier einladen. Bernhard Meckl, Abteilungsleiter der Gäste, spricht von einem großartigen Spiel seiner SG gegen Flossenbürg (6:1). Da hat man die Watschn vom Hinspiel (2:6) zurückgegeben. Der Aufwärtstrend der letzten Spiele soll nicht ausgerechnet im Saisonfinale enden.

SV Altenstadt/Voh. –

FSV Waldthurn So. 15 Uhr

Der Sieg in Kohlberg kann für den SV der Türöffner für die nächste Kreisklassensaison werden. Ein Punkt und man ist raus aus dem Gerangel hinten. "Auf ein Unentschieden kann man nicht spielen", weiß Trainer Tobias Stangl, der die Signale auf Sieg stellt. Man will sich nicht in eine neue Kreisklassensaison hineinzittern. Stangl weiß, dass seine Mannen auch so denken. Der FSV hat ein dickes Ausrufe- und Lebenszeichen mit dem Sieg gegen Eslarn gesetzt. "Wir wollten den Sieg und haben ihn auf Grund der zweiten Hälfte eingefahren", freut sich Trainer Markus Grosser. Er sieht natürlich, dass sein Team aus eigener Kraft noch die Möglichkeit hat, die Klasse zu sichern. Darum wird der FSV alles raushauen, um mit den Gastgebern punktgleich aufzuschließen. Was danach kommt, wird man sehen.

TSV Eslarn –

TSV Pleystein So. 15 Uhr

"Das war nicht das Gelbe vom Ei", sagt TSV Coach Bernd Häuber angesichts der Leistung in Waldthurn. Mit einem Sieg wäre man noch im Relegations-Rennen gewesen, nun ist die Messe gelesen. Mit einem Derbysieg könnte man zumindest einen positiven Schlussstrich setzen. Beim Gast hat die Übergangslösung nach Mühling scheinbar funktioniert. Der TSV ist gesichert und zeigte ein gutes Spiel mit einem unglücklichen 0:1 gegen Meister Luhe-Markt. Wenn auch die Luft raus ist, im Derby um die goldenen Ananas wollen die drei Coaches zumindest mit einem Teilerfolg das Zepter an Stefan Linz für die nächste Saison übergeben.

SV Waldau –

DJK Irchenrieth So. 15 Uhr

Der Sieg bei der DJK Neustadt/WN hat laut SV-Coach Hans-Jürgen Linge das Potenzial der Mannschaft offen gelegt. So geht man mit breiter Brust in das spannendste Spiel der Saison. Es wird emotionsgeladen sein und da gilt es, kühlen Kopf zu bewahren. Das Team um Kapitän Wolfrath wird sich auf dem Platz zerreißen. Dass die DJK-ler dies auch tun, hofft man in Irchenrieth. Platz zwei hat man sich trotz des 0:1 gegen Störnstein noch nicht verbaut und alles selbst in der Hand. Selbst ein Remis würde die Aufstiegshoffnungen noch nicht begraben.

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