Was viele Kreisliga-Kenner prophezeit haben, tritt ein: Der TuS Schnaittenbach (1. Platz/26 Punkte) strebt mit Macht der Meisterschaft entgegen. Mit einem eindrucksvollen 4:0-Heimsieg gegen den FC Tremmersdorf (4./17) untermauerte die Truppe von Johannes Kohl und Ralf Egeter ihre Ambitionen auf den Bezirksligaligaaufstieg. Bereits zur Pause war bei einem 3:0-Zwischenstand der achte Dreier im zehnten Spiel unter Dach und Fach. Den immer mehr ins Mittelmaß abrutschenden Tremmersdorfern blieb nichts anderes übrig, dem verdienten Sieger zu gratulieren.
Schnaittenbach ist nunmehr die einzige Mannschaft in der Liga ohne Niederlage. Der bislang ebenfalls noch ungeschlagene SV Kohlberg (2./21) hielt im Erbendorfer Kreinzl-Stadion nur 45 Minuten lang die Partie offen, ehe man dem Sturm und Drang des TSV Erbendorf (11./11) nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Ein Doppelschlag von Lukas Kastner und Sandro Hösl per Elfmeter besiegelte die 0:2-Pleite der Gäste. "Erbendorf hat es einfach besser gemacht als wir", kommentierte SV-Abteilungsleiter Martin Lehner die erste Saisoneinbuße.
Steeger trifft dreifach
Die Kohlberger haben zwar weiterhin Platz zwei inne, aber spätestens seit Sonntag ist der Atem von Verfolger ASV Haidenaab (3./18) spürbar. Die Mannschaft von Trainer Klaus Schinner baute mit dem 3:1-Sieg über den SC Kirchenthumbach (8./12) ihre Erfolgsserie auf sieben Spiele ohne Niederlage aus. Im Vergleich der beiden Trainerfreunde zog Turan Bafra auf Dumbacher Seite klar den Kürzeren. Matchwinner war für Haidenaab Pascal Steeger. Der ASV-Goalgetter erzielte alle drei Tore (8./13./72. Minute) und übernahm mit nunmehr 10 Treffern die Führung in der Torjägerliste der Kreisliga Nord. Ihm hart auf den Fersen ist Maximilian Kaufmann (9). Der Stürmer der DJK Irchenrieth sorgte mit seinem Doppelpack (78./83.) dafür, dass die DJK Irchenrieth (7./13) trotz 0:2-Rückstand noch einen Punkt beim Vorletzten FC Dießfurt (13./9) mitnehmen durfte.
Was das Tabellenende betrifft, muss man mit dem SV Altenstadt/WN (14./2) langsam Mitleid bekommen. Da wirft die Truppe von Coach Michael Nordgauer erneut alles, was an Kampfkraft verfügbar ist, in die Waagschale, führt sogar mit 2:0 gegen die SpVgg Schirmitz (5./15) – und am Ende steht sie wieder mit leeren Händen da. In der 90. Minute kassierte der SVA den späten Ausgleich, in der 4. Minute der Nachspielzeit gar das 2:3. Mit hängenden Köpfen schlich das fast schon abgeschlagene Schlusslicht vom Platz – wohlwissend, dass man sich mit einer Roten Karte gegen Muraty Kyarov (70./grobes Foulspiel) und Gelb-Rot gegen Vehbi Zogaj (90.+1/Meckern) unnötig in eine wahrscheinlich spielentscheidende, personelle Unterzahl gebracht hatte. "Wir haben zwar nach der Pause auf ein Tor gespielt, aber hinten raus glücklich gewonnen. Altenstadt hat wirklich gut verteidigt", lobte SpVgg-Trainer Wolfgang Stier den Gegner.
DJK Weiden erleichtert
Ein großes Aufatmen war dagegen am Weidener Flutkanal zu vernehmen. Mit dem unterm Strich verdienten 2:1-Heimsieg gegen den SV Kulmain (6./14) hat die DJK Weiden (9./11) zwar keinen Befreiungsschlag gelandet. Aus dem dicksten Schlamassel ist sie aber zumindest aktuell ein Stück weit raus. "Es war eine gute Mannschaftsleistung. Endlich haben wir mal die nötigen Tore geschossen", freute sich DJK-Coach Stefan Krebs. Kulmain drängte zwar nach der Pause auf den Ausgleich, aber die Weidener Abwehr hielt dem Druck stand. "Wenn wir weiter so spielen, bin ich für die nächsten Spiele optimistisch", meinte Krebs.
Knüppeldick kam es für den TSV Reuth (10./11): Wie bereits in der Vorsaison zog der TSV Eslarn (12./10) den Gastgebern das Fell über die Ohren und gewann erneut mit 4:0. Die Grenzlandelf ließ überhaupt nichts anbrennen und hatte die Partie bereits zur Halbzeit bei einer 3:0-Führung für sich entschieden. Während Eslarn auf Relegationsplatz 12 vorrückte, schrillen in Reuth die Alarmglocken. Am kommenden Sonntag in Tremmersdorf muss die dritte Niederlage in Folge unbedingt vermieden werden – sonst wird's eng im Tabellenkeller.



















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