Eines haben die deutschen Aushängeschilder im europäischen Vereinsfußball derzeit gemeinsam: Sowohl der FC Bayern als auch Borussia Dortmund rumpeln mehr durch ihre Partien, als ihre Kontrahenten so zu bespielen, wie es die individuelle Klasse beider Kader eigentlich hergeben würde. Und doch unterscheiden sich die ewigen Rivalen in der Aufarbeitung ihrer wenig überzeugenden Auftritte. Bei den Münchenern bemängelten erst die sonstigen Dauer-Optimisten, Trainer Niko Kovac und Sportdirektor Hasan Salihamidzic, sowie später Chef-Kritiker Karl-Heinz Rummenigge die pomadige Offensivleistung samt hanebüchener Defensivvorstellung und forderten unverzüglich ein "Bayern-like"-Auftreten ein. Dagegen redeten sich die BVB-Verantwortlichen die völlig unnötige und vermeidbare Mailand-Pleite in fast schon naiver Art und Weise schön. Das ist eben der Kontrast zwischen Anspruchs- und Wunschdenken: Die Bayern legen trotz des punktemäßig perfekten Starts in die Champions-League den Finger in die Wunde. In Dortmund dagegen ist das Weiterkommen zur "Halbzeit" stark gefährdet. Doch anstatt einer klaren und kritischen Aufarbeitung, verherrlichen Michael Zorc und Sebastian Kehl weiter den langweiligen, ängstlichen und daher erfolglosen Favre-Fußball. So dürfen sie im Ruhrpott von Titeln weiterhin nur träumen.
Weiden in der Oberpfalz
24.10.2019 - 20:03 Uhr
Kritische Bayern, blauäugiger BVB
Kommentar von Fabian Leeb
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