Der Herbstmeistertitel ist eine Trophäe ohne Wert, auch wenn sie über eine gewisse Strahlkraft verfügt. Mit Tabellenführer ASV Neumarkt, der SpVgg SV Weiden und dem SC Ettmannsdorf können in der Landesliga Mitte noch drei Teams nach 17 Spieltagen an der Spitze stehen.
Die SpVgg SV hat dabei am Sonntag, 13. Oktober, um 16 Uhr beim SV Neukirchen beim Heiligen Blut die vermeintlich einfachste Aufgabe. Beim Tabellenvorletzten zählt für Trainer Andreas Scheler nur ein Sieg: „Wir sind natürlich der Favorit und wollen diese Rolle ausfüllen. Wir sollten genügend Selbstvertrauen haben, um unsere Leistung auf den Platz zu bringen. Dennoch sind wir gewarnt, jedes Spiel muss erst gespielt werden.“
In der Tat überzeugte die Wasserwerkelf zuletzt beim 5:1-Heimsieg gegen den 1.FC Bad Kötzting. Seit fünf Spieltagen steht bei den Weidenern keine Niederlage in der Ergebnisliste. Für Scheler ist der erste Tabellenplatz aber kein Muss: „Es wäre ein schöner Nebeneffekt, aber wir können uns davon dann auch nichts kaufen. Am Ende wird abgerechnet, da wollen wir vorne sein.“
Mit dem SV Neukirchen beim Heiligen Blut wartet ein Sorgenkind der Liga. Der traditionelle Mix aus verschiedenen Nationalitäten im Kader der „Rosenkränzler“ fällt heuer durch etliche Personalrochaden vor und während der Saison noch intensiver aus. 16 Zugänge und 8 Abgänge sowie ein Trainerwechsel vor der Spielzeit, als Thomas Seidl Franz Koller ersetzte – dieses Kommen und Gehen brachte viel Unruhe in den Verein. Die Folge ist purer Abstiegskampf und mit nur 17 Punkten Tabellenplatz 16. „Wir werden einen Teufel tun und Neukirchen unterschätzen. Das zuletzt umgesetzte System hat sich bewährt und wir wollen die positiven Dinge, wie die stark verbesserte Chancenauswertung, auch in Neukirchen einbringen“, sagt Scheler. Am Kader ändert sich nichts, eventuell kehren Ludvik Tuma oder Vincent Schweiger in das Aufgebot zurück.













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