12.03.2020 - 12:35 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Die letzten Heimspiele der Zweitligakegler

SKC Weiden muss daheim gegen Schweinfurt gewinnen. Der SC Luhe-Wildenau plant bereits für die Bayernliga.

von Norbert DietlProfil

Sowohl der SKC Gut Holz SpVgg Weiden als auch der SC Luhe-Wildenau bestreiten am Samstag (14 Uhr) ihr letztes Heimspiel in der 2. Kegler-Bundesliga Nord-Mitte. Während Oberwildenau bereits als Absteiger feststeht und dem Spiel gegen den KV Liedolsheim ohne Druck entgegensehen kann, geht es für Weiden auf eigener Bahn gegen den ESV Schweinfurt ums Überleben. Im Falle einer Niederlage würden die Weidener den benachbarten Sportclub wohl in die Bayernliga begleiten müssen.

Der SKC GH SpVgg Weiden steht am vorletzten Zweitligaspieltag mächtig unter Druck. Der FSV Erlangen-Bruck hat einen Punkt mehr auf dem Konto. Sollten die Mittelfranken diesen einen Zähler ins Ziel retten, wäre Weiden in der Bayernliga. Von der Tabellensituation her hat Erlangen-Bruck das vermutlich schwerere Programm, Weiden ist in der derzeitigen Verfassung aber nur schwer einzuschätzen. Dass der Weidener Gegner am Samstag Tabellenletzter ist, ist bestimmt kein Grund, um sich in Sicherheit zu wiegen. Vor exakt einem Monat wurde dem SKC im Nachholspiel in Schweinfurt die riesige Möglichkeit geboten, mit einem Sieg einen gewaltigen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. Angesichts einer ganz schwachen Vorstellung wurde diese Chance aber leichtfertig vergeben. 6:2 gewann das Schlusslicht Schweinfurt das Spiel (3433:3368) und zog den SKC in den Abstiegsstrudel mit hinein.

Dass die folgenden zwei Spiele gegen die Spitzenteams aus Kaiserslautern und in Bamberg nicht gewonnen wurden, überraschte nicht so sehr. Was aber bedenklich stimmte, waren die gespielten Ergebnisse. Mit Leistungen unter 3400 Holz kann man in der 2. Bundesliga nicht bestehen. Gegen Schweinfurt muss also eine klare Leistungssteigerung her. In welcher Besetzung der Strohhalm zum Klassenerhalt ergriffen werden soll, entscheidet sich kurzfristig.

Der SC Luhe-Wildenau steht als Absteiger fest, und der Gast aus Liedolsheim hat den Klassenerhalt schon sicher in der Tasche. Damit dürfte die Begegnung eher den Charakter eines Freundschaftsspiels haben. Der SC und Liedolsheim gehen seit einiger Zeit freundschaftlich verbunden einen gemeinsamen Weg. 2017 setzte man sich gemeinsam in der Aufstiegsrunde durch, um dann nach der folgenden Zweitligasaison gemeinsam wieder abzusteigen. Und siehe da, ein Jahr später trat man wieder gemeinsam erfolgreich in der Aufstiegsrunde an. Jetzt trennen sich aber die Wege, denn die Truppe aus dem Landkreis Karlsruhe hat sich am letzten Wochenende mit einem klaren 7:1-Sieg über Schweinfurt in der Tabelle auf Rang fünf vorgearbeitet und damit den Klassenerhalt sicher. Während der SC in den Aufstiegsturnieren immer die Nase vorn hatte, hatte sich in den Punktespielen Liedolsheim bislang durchgesetzt. „Wir wollen uns auf jeden Fall mit einem Heimsieg aus der Liga verabschieden“, so SC-Mannschaftsführer Michael Grünwald.

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