16.01.2019 - 14:14 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

"Ich möchte gern in Weiden bleiben"

Tomas Rubes ist der Shootingstar bei den Blue Devils. Der Center hat maßgeblichen Anteil am Höhenflug der Weidener in der Eishockey-Oberliga Süd. Der Tscheche hat klare Vorstellungen, warum er sich auch zukünftig in der Oberpfalz sieht.

Tomas Rubes fühlt sich sichtlich wohl in Weiden. Der tschechische Center schlug auf Anhieb bei den Blue Devils ein.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Überspitzt formuliert könnte der geneigte Fan analysieren: Seitdem Tomas Rubes das Trikot der Blue Devils Weiden trägt, läuft's bei der gesamten Truppe. Seit der 26-Jährige am 16. November beim Heimsieg gegen den EC Peiting sein Debüt feierte, sind die Weidener Anhänger fasziniert von den Darbietungen des tschechischen Centers, der zuvor in Tschechien, Frankreich und Schweden aktiv war. 13 Siege und sieben Niederlagen schlagen in der exklusiven Rubes-Statistik zu Buche. Der Einzug in die Play-offs sollte angesichts von zwölf Punkten Vorsprung auf den Neuntplatzierten EV Lindau nicht mehr zur Zitterpartie verkommen. Doch was ist noch drin in dieser Spielzeit für die Blue Devils? Und wie geht es mit dem Hoffnungsträger selbst weiter? Tomas Rubes stand Oberpfalz-Medien vor dem Dienstagstraining in den Katakomben der Hans-Schröpf-Arena Rede und Antwort.

ONETZ: Herr Rubes, 37 Punkte (19 Tore, 18 Assists) in 20 Spielen: Ihr Start bei den Blue Devils Weiden verlief verheißungsvoll. Welchen Eindruck haben Sie bislang von ihrem neuen Team?

Tomas Rubes: Ich bin wirklich glücklich, hier in Weiden zu sein. Die Mannschaft passt, und ich bin sofort in eine Reihe mit Martin Heinisch und Philipp Siller gekommen, in der die Chemie auf Anhieb gestimmt hat. Vielleicht habe ich deswegen schon so viele Punkte gesammelt.

ONETZ: Warum funktioniert es zwischen Ihnen und den Blue Devils vom ersten Moment an derart blendend?

Tomas Rubes: Manchmal ist das einfach so. Mir hilft es, dass Weiden so nah an Tschechien liegt, und meine Eltern zu den Spielen kommen können. Ich war es von Kindesbeinen an gewohnt, dass sie mir zusehen. Ich fühle mich hier bereits richtig heimisch.

ONETZ: Sie haben nun die Mitspieler, den Trainer und die Oberliga kennengelernt. Was ist drin in dieser Saison für die Blue Devils?

Tomas Rubes: Ich glaube schon, dass wir die erste Play-off-Runde überstehen können. Danach ist alles möglich.

ONETZ: Was unterscheidet die Oberliga in Deutschland von den Ligen in Tschechien, Frankreich und Schweden, in denen Sie vorher gespielt haben?

Tomas Rubes: Das ist ganz schwer zu vergleichen. Die erste Liga in Frankreich ist aber schon richtig gut und noch einmal eine Stufe höher anzusiedeln. In Schweden war es dagegen nur körperlich: viel Skating, viele Checks - das ist nicht gerade mein Stil, um Eishockey zu spielen. In der Oberliga wird meiner Meinung nach für die Zuschauer sehr attraktives Eishockey geboten.

ONETZ: Sie wohnen mit Ihrer Frau in Weiden. Haben Sie schon einiges von der Stadt oder der Umgebung gesehen?

Tomas Rubes: Weiden ist eine schöne Stadt. Wir waren schon einige Male in der Innenstadt und haben mehrere Restaurants ausprobiert. Uns gefällt es richtig gut hier.

ONETZ: Wie oft fahren Sie in Ihre Heimat in der Nähe von Prag?

Tomas Rubes: Ganz, wie es uns passt. Wir könnten theoretisch jeden Montag heimfahren, momentan sind wir aber vielleicht einmal in zwei Wochen in Prag. Über Weihnachten waren wir natürlich auch kurz daheim.

ONETZ: Ich muss diese Frage stellen, weil Sie in kürzester Zeit zum Fanliebling avanciert sind, und der Anhang sich nichts sehnlicher wünscht, als Sie auch in der nächsten Saison im Devils-Trikot wirbeln zu sehen. Bleiben Sie den Devils über die Saison hinaus erhalten?

Tomas Rubes: Ich möchte gern in Weiden bleiben. Ich hoffe, dass wir einen Deal finden, mit dem sowohl ich als auch der Club gut leben können.

ONETZ: Haben Sie bereits Gespräche mit dem Verein geführt?

Tomas Rubes: Wir haben die Verhandlungen gerade erst begonnen.

ONETZ: Vielleicht haben Sie sich durch ihre Leistungen aber auch auf den Radar anderer Teams gespielt?

Tomas Rubes: Nein, davon weiß ich nichts.

ONETZ: Was wäre der Hauptgrund für eine Vertragsverlängerung in Weiden?

Tomas Rubes: Das Gesamtpaket hier bei den Blue Devils passt einfach. Die Nähe zu Tschechien, die Leute hier sind alle sehr nett, und das Eishockeyspielen macht mir richtig Spaß.

ONETZ: Werfen wir abschließend einen Blick in die Zukunft: Wie viele Punkte stehen am Saisonende auf Ihrem Konto?

Tomas Rubes: (lacht) Das ist egal. Wir wollen so weit wie möglich kommen, nur das zählt.

ONETZ: Rechnet man Ihren aktuellen Schnitt von fast zwei Punkten pro Spiel auf die gesamte Saison hoch, stünden Sie mit dem Selber McDonald ganz oben in der Scorerliste.

Tomas Rubes: Das kann man so nicht sagen. Es ist richtig hart, über 50 Spiele oder mehr konstant zu punkten. Aber ich werde weiterhin mein Bestes geben.

ONETZ: Vielen Dank Herr Rubes, und das nächste Interview führen wir dann auf Deutsch?

Tomas Rubes: (auf Deutsch) Vielleicht ...

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