Die DEL2 hat am Dienstag eine nachträgliche Sperre gegen Kaufbeurens Stürmer Rio Kaiser ausgesprochen. Der 19-Jährige wird für ein Spiel aus dem Verkehr gezogen, nachdem der Disziplinarausschuss die Szene vom Auswärtsspiel des ESV Kaufbeuren bei den Blue Devils Weiden am Sonntag noch einmal bewertet hat. Die Aktion war im unmittelbaren Spielverlauf fast untergegangen – auch weil der spätere Faustkampf zwischen Neal Samanski und Max Kislinger im zweiten Drittel viel Aufmerksamkeit auf sich zog. Nun reagierte die Liga dennoch mit einer Sanktion.
Ausgangspunkt war eine Situation am Ende des ersten Drittels hinter dem Kaufbeurer Tor. Paul Vinzens hatte die Scheibe bereits abgespielt, als Kaiser ihn mit dem quer gehaltenen Schläger auf Kopfhöhe traf. Die Schiedsrichter ahndeten die Aktion zunächst nur mit zwei Minuten wegen Cross-Checkings. Nach Ansicht der Videobilder kam der Disziplinarausschuss jedoch zu einer härteren Einschätzung. In der Begründung heißt es, Vinzens sei „auf Kopfhöhe attackiert“ worden und Kaisers Schläger sei „der Hauptkontaktpunkt“ gewesen. Zudem habe der Kaufbeurer „eine Verletzung des Gegenspielers in Kauf genommen“.
Bemerkenswert ist, dass diese Szene im direkten Vergleich zur viel diskutierten Auseinandersetzung rund um die Samanski-Brüder deutlich weniger im Fokus stand. Während der Faustkampf im zweiten Drittel sofort Wirkung zeigte und für Aufsehen sorgte, war der Check gegen Vinzens zunächst lediglich eine Randnotiz, die erst durch das nachträgliche Ermittlungsverfahren größere Bedeutung erhielt. Kaiser fehlt seinem Team damit am kommenden Freitag. Vinzens konnte das Spiel am Sonntag ohne schwerere Folgen fortsetzen.



















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