Die SpVgg SV Weiden fegt durchs Sparda-Bank-Stadion, als hätte es den Heimfluch in der Vorrunde nicht gegeben. Mit einem hochverdienten 1:0 (0:0) gegen die U21 des SSV Jahn Regensburg feierten die Wasserwerkler am Freitagabend nicht nur den dritten Dreier in Folge. Alle drei Siege wurden zudem zu Null und auf eigenem Gelände eingefahren. Mit nunmehr 30 Punkten hat die SpVgg SV den unmittelbaren Kontakt zum gesicherten Mittelfeld hergestellt.
Weiden war sofort im Spiel und auf schnelle Balleroberungen im Mittelfeld aus. Die Chance zur frühen Führung bot sich dem für Josef Rodler in die Startelf gerückten Christoph Fenninger. Bei einer feinen Hereingabe von Lukas Schaller fand der Ball den Weg zum Ex-Bayreuther, der allerdings mit dem Rücken zur Torlinie das Leder nicht am Jahn-Keeper Maurice Merkl vorbeibrachte (2.).
Die Heimelf behielt ihre giftige Gangart bei, was den Gästen überhaupt nicht schmeckte. Die seit dem Restrundenstart dreimal in Folge siegreichen Regensburger taten sich mit einem geordneten Spielaufbau schwer, waren überwiegend mit Defensivarbeit beschäftigt. Die enorm zweikampfstarken Weidener arbeiteten am ersten Treffer, der aber nicht fallen wollte. Auch nicht, als Jahi Syleimani eine lange Flanke auf Patryk Bytomski schlug und dessen Kopfball als Bogenlampe auf dem oberen Tornetz landete (32.). Beim Halbzeitpfiff waren die SpVgg-SV-Fans mit der gezeigten Leistung ihrer Mannschaft hochzufrieden. Was fehlte, war lediglich ein Weidener Torjubel.
Unmittelbar nach dem Seitenwechsel mussten die Platzherren aber einen personellen Rückschlag hinnehmen. Der formstarke Lukas Schaller humpelte verletzt vom Platz, seine Rolle im Mittelfeld übernahm Paul Brand. Die Schwarz-Blauen blieben am Drücker. Nach einem Sylejmani-Kopfball blieb die Kugel im Spiel, Bytomski nahm aus halblinker Position Maß, brachte den Ball aber nicht im Jahn-Tor unter (56.). Noch näher dran am 1:0 war Fenninger. Bei seinem Kopfball aus fünf Meter fand der Stürmer im prächtig reagierenden Merkl jedoch seinen Meister (58.).
Versäumtes holte der Gastgeber aber prompt nach. Die Regensburger Abwehr ging gegen den agilen Fenninger ungestüm zu Werke, der Weidener Stürmer kam zu Fall – Elfmeter. Wie bereits zuletzt beim 3:0 gegen Eintracht Bamberg trat Moritz Zeitler an und verwandelte souverän (64.). Nur wenig später zappelte das Leder nach einem Zeitler-Schuss erneut im Regensburger Netz, der Schiedsrichter versagte dem Treffer jedoch die Anerkennung. Nach einer umstrittenen Ampelkarte gegen Adrian Hoti, der sich zu heftig beschwerte, war die Heimelf in der Schlussphase nur noch zu zehnt, brachte den wichtigen Sieg aber über die Zeit.
SpVgg SV Weiden: Bartl, Zeitler, Behnke, Hoti, Vacek, Lang, Ruda, Schaller (48. Brand), Bytomski (90.+3 Hügel), Fenninger (77. Rodler), Syleimani (88. Bauer)
SSV Jahn Regensburg U21: Merkl, Albrecht, Totschnig, Gebhard, Rost (74. Heid), Schön, Krauss, Onuigwe, Rehwald, Maul (86. Knoche), Kieffer
Tor: 1:0 (64./Foulelfmeter) Moritz Zeitler
SR: Manuel Steigerwald
Zuschauer: 912
Gelb-Rot: (81.) Adrian Hoti (Weiden), (90.+4) Gebhard (Jahn)













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